TuS Grevenbroich hat seinen Kader mächtig umgebaut

Fußball : Der Bezirksliga droht Langeweile

(pas-) Nachdem im VdS Nievenheim und SV Bedburdyck/Gierath – von dem sich übrigens nach wie vor kein Vereinsvertreter geäußert hat – bereits zwei Kreisteams zurückgezogen haben, wird es in der Bezirksliga-Gruppe 1 nur einen sportlichen Absteiger und einen Relegationsteilnehmer geben.

Ein echtes Spitzenteam zeichnet sich zudem auch nicht ab. Wenn es schlecht läuft, droht dem Rhein-Kreis also eine Bezirksliga-Spielzeit voller Langeweile.

Während aus Düsseldorf im TSV Eller, VfL Benrath und Schwarz-Weiß Düsseldorf drei klare Aufstiegskandidaten kommen, hat von den heimischen Teams vielleicht am ehesten der SV Uedesheim die Chance, oben einzugreifen. Externe Zugänge gab es aber nicht, in Kevin Dyla hat ein Schlüsselspieler das Team verlassen. Die SG Kaarst verfügt, falls die Spieler zur Verfügung stehen, nach wie vor über eine Menge Talent und hat zudem in Heinrich Fafenrot und Nico Rittmann zwei Altmeister reaktiviert. „Es ist schön, zwei so erfahrene Leute dabei zu haben“, sagt Coach Yasar Kurt, gibt sich aber keinen Illusionen hin: „Ich plane nicht fest mit ihnen. Falls es klappt und der Körper mitmacht, ist es umso schöner.“ Der TuS Grevenbroich hat seinen Kader extrem aufgefüllt und mehr als zehn Neue an Bord, unter anderem Niklas Fischel und Kevin Mülfarth aus Gierath. „Da sind einige Überraschungen dabei“, glaubt Neu-Trainer Michael Ende. Nach der völlig verkorksten Vorsaison, in der die Relegation gerade noch so verhindert wurde, sind die Schlossstädter eine Wundertüte. Gleiches gilt für den TSV Bayer Dormagen, der in Volker Helm und Sven Sistig zwei wichtige Säulen verlor. Langfristig wollten es sich die Dormagener eigentlich nicht in der Bezirksliga gemütlich machen.

Klar an Qualität verloren hat die DJK Gnadental, sofern nicht noch Neuzugänge hinzukommen. Maik und Daniel Ferber, Max Fells und Nico Bayer bildeten auch charakterlich das Gerüst der Mannschaft, hier wird viel Arbeit auf Trainer Carlos Perez zukommen. Für den selbsternannten Fahrstuhlclub FC Delhoven stehen die Chancen gut, nach fünf Auf- und Abstiegen in Folge mal die Liga zu halten. Die Mannschaft steht, ist deutlich reifer und in der Breite stärker geworden.

Als einziger Bezirksligist des Rhein-Kreises spielt Aufsteiger Teutonia Kleinenbroich in der Gruppe 3. Dort geht es gegen Konkurrenz aus Mönchengladbach und dem Grenzland, viel mehr als den Klassenerhalt haben sich die Teutonen für den Anfang nicht vorgenommen. Dabei helfen soll der torgefährliche Rückkehrer Dominik Klouth vom 1. FC Viersen. Nennenswerte Abgänge hat Kleinenbroich nicht.

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