Fussball : In der Liga A hat sich wenig getan

Analysiert man die Aufgebote der Mannschaften in der Kreisliga A, werden wohl drei Teams das Rennen um den Aufstieg unter sich ausmachen: Bezirksligaabsteiger FC Zons hat seinen Kader weitestgehend zusammenhalten können – Nils Waldeck (SV Stürzelberg) und Coskun Quindt (FC Straberg) verstärken ihn allerdings auch nur in der Breite.

Dennoch ist der Mannschaft, die 2016/2017 als Kreisliga-Meister aufgestiegen war, die direkte Rückkehr in die Bezirksliga zuzutrauen.

Die größten Konkurrenten werden die DJK Novesia und die SG Rommerskirchen/Gilbach sein. Novesia ist nun schon drei Mal knapp am Aufstieg gescheitert und scheint bereit zu sein: In Kevin Woike und André Speer (SG Kaarst II) haben die Neusser zwei starke Angreifer verpflichtet. Zudem dürfte Frederic Otten, lange verletzt ausgefallen, in dieser Saison erstmals zur Verfügung stehen. Trainer Sa Franciamore: „Mit dem Kader können wir es packen, aber es ist kein Muss. Wir haben keinen Druck vom Verein.“

Die SG Rommerskirchen/Gilbach, die eigentlich schon im vergangenen Jahr zu den Favoriten zählte, dann aber einen katastrophalen Saisonstart hinlegte, hat ihren ohnehin starken Kader dank Neu-Trainer Dennis Zellmann stark aufgerüstet: In Marcel Müller (BV Wevelinghoven), Meikel Kupper (FC Delhoven), Marvin Walther (1. FC Grevenbroich-Süd) und Kevin Zur (Holzheimer SG) kamen gleich vier gestandene Kreisliga-Spieler an den Nettesheimer Weg. Für Zellmann ist der Aufstieg allerdings keine Pflicht: „Wir haben sicher die Voraussetzungen, aber das hängt von viele Faktoren ab. Wir wollen erstmal in der Spitzengruppe spielen.“

Außenseiterchancen sind dem 1. FC Grevenbroich-Süd, der eine bärenstarke Rückrunde spielte, einzuräumen. Allerdings sind die Verstärkungen, Tayfun Kula (TuS Grevenbroich), Marcel Schmautz (SG Kaarst) und Marco Müller (SG Gustorf/Gindorf) überschaubar. Ebenfalls das Potenzial zur Überraschung hat der BV Wevelinghoven. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie sich Trainer Tim Bernrath einfindet. Der neue Mann war bis zur vergangenen Saison noch Spieler und Kapitän in Wevelinghoven. Erolt Möller, Sportlicher Leiter des BV, sagt: „Ich bin optimistisch, dass Tim schnell Fuß fassen wird. Wir wollen weiter junge Spieler integrieren und einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.“ Sollte der SV Rosellen sich nach der grandiosen ersten Saison weiter steigern, ist auch ihm eine Überraschung zuzutrauen. Allerdings hat Rosellen in Patrick Wesoly (Karriereende) und Torwart Tobias Schriddels (SG Kaarst) zwei schwere Verluste zu verkraften.

Angst vor dem Abstieg wird wohl wieder mehr als die Hälfte der Vereine in der Liga haben. Schon in der vergangenen Saison war der Abstiegskampf lange offen. Neben den Aufsteigern DJK Hoisten, SG Neukirchen/Hülchrath und SG Kaarst III gehören die SF Vorst, der VdS Nievenheim II, der TSV Norf, die SVG Weißenberg, die SVG Grevenbroich und der TuS Hackenbroich zu den Kandidaten. Die größten Wundertüten sind die SG Kaarst III und der VdS Nievenheim II. Kaarst vollzieht gerade einen großen Umbruch und sortiert die Teams neu, in Nievenheim hat sich die erste Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet.

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