SC Kapellen hat personell mächtig aufgerüstet

Fußball : SC Kapellen startet in die Mission Oberliga

Mit starken Zugängen greift der Landesligist an. Jüchen rüstet auf.

Offiziell nimmt das Wort Aufstieg beim SC Kapellen auch in Jahr zwei nach dem Sturz aus der Fußball-Oberliga noch niemand in den Mund. „Oben mitspielen“, antwortet der als neuer sportlicher Leiter ab sofort für die Kommunikation zuständige Jörg Ferber auf die Frage nach dem Saisonziel. Sieht man sich den Kader des SCK nach Ablauf der Abmeldefrist (30. Juni) an, ist aber klar: Diese Mannschaft will (und muss) in der Landesliga um den Aufstieg mitspielen.

Damit ist sie allerdings nicht alleine: In der Gruppe 1 sind im FSV Vohwinkel, VfR Fischeln, Cronenberger SC und DSC 99 alle vier Oberliga-Absteiger gelandet, insbesondere Fischeln drängt mit aller Macht auf den direkten Wiederaufstieg. Hinzu kommt im 1. FC Mönchengladbach, Rather SV und der SpVg Odenkirchen starke Konkurrenz und im Aufsteiger TVD Velbert womöglich sogar ein Kandidat für einen direkten Durchmarsch. „Ich weiß gar nicht, wer in dieser Liga absteigen soll. Da sind ja gefühlt nur Topmannschaften“, sagt Ferber. Er findet mit Blick auf sein eigenes Team aber auch: „Wir haben die Qualität erhöht. Ich kann es kaum abwarten, die Jungs zum ersten Mal spielen zu sehen.“ Gerade offensiv, wo im Vorjahr der Schuh drückte, kommen in Alexander Hauptmann und Ferbers Sohn Maik zwei ganz starke Leute dazu, auch auf Jannik Schulte und Nils Mäker darf man gespannt sein. Ob Lennart Ingmann, der wie Stephan Wanneck aus Meerbusch wiederkommt, endlich zu einem Spieler wird, der einem Team auch charakterlich weiterhelfen kann, wird sich zeigen. Schafft der junge Edeltechniker das, stellt der SCK die vielleicht gefährlichste Offensivreihe der Liga. Schmerzhaft ist nur der Abgang von Marc Schiffer, der sich in der Oberliga beim FC Monheim versucht.

Solide Arbeit wurde beim VfL Jüchen/Garzweiler geleistet, der seinen Mittelfeldplatz aus der Vorsaison bestätigen will. In Torwart Dominik Lingweiler, Jochen Schumacher und Tobias Daumen sicherte sich der VfL ein Trio vom benachbarten SV Bedburdyck/Gierath, das die Defensive sattelfest machen soll. Mit der Verpflichtung von Simon Sommer (Odenkirchen) ist den Jüchenern ein weiterer Coup gelungen, auch Sven Raddatz (Kapellen) will noch einmal voll angreifen. Ersetzen muss der VfL hingegen Stürmer Fatlum Ahmeti und Linksverteidiger Marc Weuffen.

Aufsteiger Holzheimer SG hielt sich hingegen zurück. Bewusst, wie Coach Guido van Schewick sagt: „Wir vertrauen den Jungs, die wir haben und sind vom Kader überzeugt.“ In Max Fells und Torwart Nico Bayer kommt ein Duo aus Gnadental, das auch menschlich perfekt in die Truppe passt, Marcus Buchen (Nievenheim) verstärkt die Offensive. Für die HSG geht es nur gegen den Abstieg, Entwicklungspotenzial ist im jungen Kader aber vorhanden.

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