Tennis : Tennis: Stattliche DM-Bilanz

Aufgefallen Die Damen 40 von BW Neuss holten sich am Wochenende den DM-Titel, die Herren 55 der DJK Holzbüttgen wurden Zweiter. Allerdings legten sie gegen die Finalniederlage gegen Eschborn Protest ein.

Das Seniorentennis im Rhein-Kreis Neuss ist um zwei stattliche Erfolge reicher. Während die Damen 40 des TC BW Neuss sich am Wochenende bereits zum dritten Mal den Titel Deutscher Meister sicherten, feierten die Herren 55 der DJK Holzbüttgen den größten Erfolg der Vereinsgeschichte, indem sie sich bei der in Glehn ausgespielten Finalrunde den zweiten Platz erspielten.

Ma wieder die Zuverlässigkeit in Person: Klaartje van Baarle holte für Damen 40 von BW wichtige Punkte bei der DM-Endrunde.

Ob es dabei bleibt, ist allerdings noch nicht amtlich. Denn die Holzbüttgener haben Protest gegen die Wertung der 1:5-Finalniederlage gegen Tennis 65 Eschborn eingelegt, weil der Gegner in Gestalt von Andrew Rae und Rod Frawley zwei Australier eingesetzt hat. "Nach den DTB-Satzungen ist dieses unseres Erachtens nicht erlaubt", erklärte DJK-Mannschaftsführer Ingolf Schrick.

Den Einzug ins Endspiel hatte der Westdeutsche Meister Holzbüttgen am Samstag mit einem hart erkämpften 5:4 gegen den TC Blutenburg-München klar gemacht. Nach den Einzeln stand durch Siege von Dieter Gerhards, Peter Lehnen und Andreas Dimmig 3:3. Die Doppel Gerhards/Lehnen und Rafael Ruiz/Peter Annan machten Sieg perfekt. Gegen Eschborn, das durch ein 6:3 gegen GW Lingen ins Finale kam, fehlte Holzbüttgen ein bisschen Glück.

Das Spiel des Deutschen Meisters Dan Nemes gegen Andrew Rae war hochklassig und spannend, doch Nemes verlor im Master Tiebreak 8:10. Ähnlich knapp ging es zwischen Rafael Ruiz und Wolfgang Haage zu. Ruiz zog mit 6:10 im Master Tiebreak mit 6:10 den Kürzeren. So blieb es Dieter Gerhards vorbehalten, den Ehrenpunkt zu holen.

Die Titelverteidigung der BW-Damen im bayrischen Siegsdorf wurde etwas durch die Verletzung von Karina Heck getrübt. Beim 6:3-Halbfinalsieg gegen RW Gießen zog sie sich einen Muskelfaserriss zu und musste folglich im Finale gegen BW Berlin passen. Dass es für die Damen 40 aus Neuss dennoch zum Titel reichte, lag daran, dass Klaartje van Baarle, Carin Bakkum, Shabnam Siddiqi, Regina Wieser und Sylvia Pauli bereits nach den Einzeln mit einer 5:1-Führung alles klar gemacht hatten.

Dorit Kersten verlor recht unglücklich und ließ so den Ehrenpunkt für die Berlinerinnen zu. Über den neuerlichen Triumph mussten die BW-Spielerinnen in der Ferne nicht alleine jubeln, denn in Gestalt von BW-Sportwart Ingo Parsch, der langjährigen Mannschaftsführerin Uschi Einfalt sowie Regina Wiesers Familie waren einige Schlachtenbummler mit nach Bayern gereist.

(NGZ)