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Korschenbroich: Telekom reißt K 8 auf, um Leitungen zu verlegen

Korschenbroich : Telekom reißt K 8 auf, um Leitungen zu verlegen

Erst im Sommer wurde die K 8 vom Kreis aufwendig saniert. Jetzt wird die Straße wieder aufgerissen – von der Telekom.

Erst im Sommer wurde die K 8 vom Kreis aufwendig saniert. Jetzt wird die Straße wieder aufgerissen — von der Telekom.

Das neue Gewerbegebiet "Glehner Heide" der Stadt Korschenbroich nimmt Gestalt an: Die Erschließung ist abgeschlossen, die Straßen sind angelegt und der erste Unternehmer baut zurzeit seine Hallen. Was noch fehlt, sind die Leitungen für Telefon und Internet. Dafür sorgt in den kommenden Monaten die Telekom. Dass das mit umfangreichen Erdarbeiten verbunden ist, darüber informierte Georg Onkelbach jetzt den Stadtrat. Dabei sparte der Technische Dezernent nicht an Kritik: "Der Versorger beginnt jetzt mit den Vorbereitungen, um dann zur Jahresmitte unter anderem Teile von Bach- und Hauptstraße wieder aufzureißen, um das Breitband zu verlegen." Dass dadurch die erst im vergangenen Sommer vom Rhein-Kreis Neuss aufwendig erneuerte Kreisstraße 8 wieder aufgerissen wird, ärgert Onkelbach immens: "Wir haben zu dem Versorger frühzeitig Kontakt aufgenommen, aber es war leider vergeblich."

Noch deutlichere Töne schlug dazu Tiefbauamtsleiter Christoph Herchner im jüngsten Bauausschuss an. "Das ist nicht nur ärgerlich, das ist einfach unglaublich." Und auch Renate Erhart (CDU) konnte es kaum fassen, dass in Glehn jetzt die neue Straßendecke für das Verlegen von Leerrohren wieder aufgerissen werden soll. "Das kann man keinem Bürger vermitteln", sagte sie kopfschüttelnd.

"Wir haben im Oktober 2012 einen Vertrag mit der Wirtschaftsförderung unterzeichnet, in dem wir zusichern, das Gewerbegebiet mit schnellem Internet zu versorgen. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Straßenbaumaßnahmen abgeschlossen", erklärte Telekom-Sprecher André Hofmann auf Anfrage. Er warb um Verständnis, dass die Telekom nicht einfach im Vorfeld Leerrohre mitverlegen könne, "wenn noch überhaupt nicht klar ist, ob wir ausbauen. Natürlich ist dies unglücklich, keine Frage, aber leider in diesem Fall nicht zu verhindern."

Dass die Stadt Korschenbroich die Telekom bereits am 30. April 2012 zur Abgabe eines Angebots zum Breitbandausbau aufgefordert hatte, ließ Hofmann dabei unerwähnt.

(NGZ/ac)