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Korschenbroich: Windkraft-Konzept: Stadt erteilt dem Kreis eine Absage

Korschenbroich : Windkraft-Konzept: Stadt erteilt dem Kreis eine Absage

Ratsmehrheit ist sich einig: "Da arbeiten wir nicht mit."

Auf Kreisebene soll flächendeckend ein Energiekonzept erarbeitet werden. Dabei soll Landrat Hans-Jürgen Petrauschke für die gerechte Verteilung von Windkraftstandorten sorgen. Auch Korschenbroichs Bürgermeister Heinz Josef Dick wurde vom Landrat eingeladen, an dem Konzept aktiv mitzuwirken. Doch dazu wird es nicht kommen. Dick holte sich dafür gestern Abend im Stadtrat Rückendeckung.

"Der Rhein-Kreis Neuss hat die Bedeutung der Windkraft für sich entdeckt. Wir haben unsere Hausaufgaben aber schon vor zehn Jahren gemacht", erinnerte der Bürgermeister im Stadtrat an einen langwierigen Abwägungsprozess und an die beiden für die Stadt Korschenbroich gültigen Konzentrationszonen. "Wir haben unsere Pflicht getan. Deshalb sehe ich auch keine Notwendigkeit, an dem Konzept mitzuwirken", sagte Dick weiter. Und genau das soll er dem Landrat schriftlich mitteilen. "Wir müssen dem Kreis deutlich sagen — die Windkraft ist Aufgabe der Städte", betonte Albert Richter (SPD), der bei dem Thema auch die Kreisumlage im Blick hatte. "Der Landrat muss auch wissen, dass er die Konzeptkosten nicht auf Korschenbroich umlegen kann." Peter Drüll (Aktive) befürchtete, ähnlich wie Marc Venten (CDU), der Landrat suche nur nach Ausweichflächen zulasten der Korschenbroicher Bürger.

Heinz Josef Dick, der auch keinen Mitarbeiter als "Galionsfigur" — so wie es Bernd Makowiack anregte — zum Kreis entsenden will, stellte für alle beruhigend fest: "Die Planungshoheit liegt bei der Stadt."

(NGZ/url)