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Korschenbroich: Stadt feiert Premiere: Aktionstag in der Reha

Korschenbroich : Stadt feiert Premiere: Aktionstag in der Reha

Für mehr Lebensqualität im Alter macht sich die Seniorenbeauftragte Petra Köhnen stark. Mit einem Aktionstag am 13. April will sie entsprechende Alltagshilfen in der Niederrhein-Klinik vorstellen.

Das Thema Leben und Wohnen im Alter beschäftigt immer mehr Menschen. Für Petra Köhnen Grund genug, aktiv zu werden. Denn eine von vielen Feststellungen, die die Seniorenbeauftragte der Stadt in ihren Sprechstunden immer wieder hört, ist das Bekenntnis zum eigenen Zuhause: "Ich möchte in meiner Wohnung, in meinem Häuschen alt werden." Dass das funktionieren kann, will Petra Köhnen mit ihren Kooperationspartnern unter Beweis stellen: "Es gibt so viele praktische Hilfen, die einem das Leben im Alter erleichtern können." Aber auch den Umzug in eine Senioren-Einrichtung schließt Petra Köhnen bei dem Themenpaket "Ausblick 55 plus" nicht aus. Und so ist neben der Diakonie und dem Seniorenhaus Korschenbroich auch der Bremer Investor vertreten, der langfristig an der Friedrich-Ebert-Straße eine Senioren-Residenz errichten will.

Insgesamt sind 17 Aussteller beim Aktionstag im Foyer der Niederrhein-Klinik an der Regentenstraße von 10 bis 16 Uhr dabei. Dort reicht die Angebotspalette von der Kreispolizei, die mit dem Aktionsbündnis zur Senioren-Sicherheit für jeden Ortsteil Kontaktpersonen geschult hat, über den Tauschring, den Haus-Not-Ruf der Caritas, den Bürgerbus-Verein bis hin zum ZWAR-Netzwerk (Zwischen Arbeit und Ruhestand).

"Natürlich machen wir beim Aktionstag auch mit", sagt Inge Schulz, Vorsitzende des Vereins "Sport ältere Generation". Sie begrüßt die Möglichkeit, die Vereinsaktivitäten in einem neuen, großen Rahmen vorstellen zu können. "Viele kennen uns, wissen aber nicht wirklich, wie fit wir sind und was wir alles für unsere 785 Mitglieder möglich machen." Und so wird Inge Schulz mit einer Gruppe Ehrenamtler das breitgefächerte Vereinsangebot – angefangen bei Tagesfahrten über Theaterbesuche bis hin zu den Tanz-, Karten-, Herzsport- und Wandergruppen – vorstellen.

"Wir können uns schon mit kleinen Dingen und Veränderungen das Leben und damit den Alltag erleichtern", erklärt Petra Köhnen. "Hierfür geben unsere Aussteller und Kooperationspartner am Aktionstag jede Menge Impulse." So sind unter anderem das Gesundheitstraining des Klinik-Teams und das Gedächtnistraining der Alzheimer Gesellschaft weitere wichtige Bausteine der Veranstaltung. Wer den Demenz-Parcours absolviert, bekommt zudem ein Gefühl dafür, was es heißt, sich nicht mehr auf seine Fähigkeiten verlassen zu können.

Und auch Bürgermeister Heinz Josef Dick spricht von einer guten Idee: "Unsere Stadt lebt davon, dass Menschen jeden Alters aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Wer zum Aktionstag in die Reha-Klinik kommt, hat die große Chance, die Akteure persönlich kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen." Für Dick ist das kompakte Info-Angebot ein weiterer Mosaikstein in der lokalen Seniorenpolitik.

(NGZ/rl)