Jüchen: Neue Ideen für Park und Adenauerplatz

Jüchen : Neue Ideen für Park und Adenauerplatz

Dorfplanerin Nathalie Franzen stellt viele Ideen für die Umgestaltung Hochneukirchs vor. Im Herbst sollen die Politiker darüber entscheiden.

Wie Hochneukirch fit für die Zukunft gemacht werden könnte — dazu präsentierte Dorfplanerin Nathalie Franzen jetzt zahlreiche Ideen. Ihre Zeitvorgabe: Das komplette Konzept der Dorfentwicklung soll in diesem Jahr fertig sein. Zudem wird die Gemeindeverwaltung prüfen, "welche Maßnahmen wann aus welchen Fördertöpfen gefördert werden können", so Franzen bei einem Treffen der Arbeitsgruppen "Grün" und "Ortskern". Eines stehe dabei jetzt bereits fest: "Die einzelnen Ideen werden Schritt für Schritt umgesetzt." So sei es etwa unwahrscheinlich, dass der Adenauerplatz bereits im Jahr 2014 ein neues Gesicht erhalten werde.

Das Dorfentwicklungskonzept ist ein Prozess, in dem Dorfplanerin Nathalie Franzen Ideen für Hochneukirch und Hackhausen sammelt, entsprechende Pläne entwirft und mit der Gemeindeverwaltung abstimmt. Nach einer Stärken-Schwächen-Analyse, einer Dorfkonferenz und mehreren Treffen der unterschiedlichen Arbeitsgruppen wurden nun alle 2656 Anwohner in Hochneukirch und Hackhausen angeschrieben.

150 Fragebögen erhielt die Dorfplanerin zurück — wie sie zugibt, "keine repräsentative oder überwältigende Resonanz". Aber die Teilnehmer hätten sich Zeit genommen und die Fragen detailliert beantwortet. Der Auswertungsprozess soll nach den Sommerferien abgeschlossen sein. Die Ergebnisse aus der Bürger-Befragung will Franzen dann im Rahmen einer zweiten Dorfkonferenz im Herbst vorstellen. Danach sollen die Jüchener Politiker über das Thema entscheiden.

Für Hochneukirch stellte sie jetzt ein umfangreiches Paket von Maßnahmen vor. Eine der aufwendigsten Vorhaben wird die Neugestaltung des Adenauerplatzes sein. Er soll weiterhin Markt- und Parkplatz bleiben, aber auch als ansprechender Treffpunkt ausgebaut werden.

Worüber sich viele Hochneukircher ärgern, das ist die Verwahrlosung und Vermüllung des Schmölder-Parks — ein Ergebnis, das die Dorfplanerin bereits aus den Fragebögen ziehen konnte. "Wir haben uns umfangreich mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz und dem Nabu beraten, daraus ein Konzept erarbeitet", sagt Stefan Weyerstrass von der Gemeinde.

Bevor die Anlage umfangreich umgestaltet wird, müsste nach Franzens Auffassung die Gemeindeverwaltung aktiv werden: "Man darf allgemein nicht zulassen, dass Bereiche zur Hundetoilette werden und damit nicht mehr zu nutzen sind." Die Verwaltung will in diesem Punkt aktiv werden: Ab sofort soll das Ordnungsamt verschärft Hundebesitzer kontrollieren. Neben Hundekot sind auch nicht angeleinte Tiere Grund für ein Verwarn- oder Bußgeld.

Die Jugendlichen wünschen sich eine Möglichkeit zum Bolzen: Das ist ein Ergebnis aus dem Gespräch im Jugendtreff "B@mm". Ihr Vorschlag: ein Bolzplatz am Nordring. Als Alternative schlägt Nathalie Franzen nach dem Gespräch in der Verwaltung den alten Sportplatz vor — auch wegen seiner Nähe zum Beachvolleyball-Feld.

(NGZ)