Tennis: BW stellt stark auf, die Gäste aber auch

Tennis : BW stellt stark auf, die Gäste aber auch

Mindestens vier Spieler aus den ersten Einhundert der Tennis-Weltrangliste geben sich morgen im Bundesliga-Match zwischen dem TC Blau-Weiss Neuss und dem SV Wacker Burghausen ein Stelldichein an der Neusser Jahnstraße.

Es scheint alles angerichtet für einen großen Tennis-Nachmittag morgen ab 13 Uhr an der Jahnstraße: Sowohl der TC Blau-Weiss Neuss als auch die Gäste vom SV Wacker Burghausen dürften, so der aktuelle Stand, an der Spitze ihrer Aufstellungen alles aufbieten, was der Kader hergibt.

"Wir wollen unseren ersten Sieg, aber das wird sauschwer", sagt Dietmar Skaliks. Der blau-weisse Teamchef holte zwar gestern in Gestalt von Leonardo Mayer und Filippo Volandri die Nummern eins und zwei seinen Aufgebots persönlich vom Düsseldorfer Flughafen ab.

Doch — nicht nur — er geht davon aus, dass das auf Seiten der Gäste aus der 18 000-Seelengemeinde im Landkreis Altötting, direkt an der österreichischen Grenze gelegen, nicht anders aussehen wird. Denn sowohl Carlos Berlocq, der am ersten Spieltag beim Burghausener 5:1-Sieg über GW Mannheim den Ex-Neusser Tobias Kamke mit 6:4, 6:1 abbügelte, als auch Guillermo Garcia-Lopez, der sich gegen Benjamin Becker 6:3, 1:6, 10:4 durchsetzte, stehen Wackers Teamchef Jörg Mitterhofer morgen zur Verfügung.

Wer an den Positionen drei und vier aufläuft, da hüllen sich beide Mannschaftsverantwortliche noch in Schweigen. Die am ersten Spieltag bei der Neusser 1:5-Niederlage gegen BW Halle an eins und zwei aufgebotenen Peter Gojowczyk und André Begemann wären eine Option, doch Skaliks hofft, noch weitere in der Hinterhand zu haben.

So oder so: Tennisfans sollten auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Denn in Leonardo Mayer (aktuelle Weltranglistenposition 84, bestes Ranking 51), Filippo Volandri (aktuell 99, war mal 31.), Carlos Berlocq (aktuell 74, war mal 37.) und Guillermo Garcia-Lopez (aktuell 67, war mal 23.) dürften gleich vier Spieler aus den Top-Einhundert der Welt morgen zum Einsatz kommen. Kurios und pikant zugleich: Die beiden Argentinier Mayer (26) und Berlocq (30) sind nicht nur miteinander befreundet, sie teilen sich in Francisco Yunis auch den gleichen Trainer.

Für die Gäste, die zum 6000 Mitglieder starken SV Wacker gehören, der vom gleichnamigen Chemieriesen unterstützt wird und zu seinen 25 Abteilungen einen Ringer-Bundesligisten und einen Fußball-Drittligisten, aber auch Eisstockschießen, Luftsport, Windsurfen und Amateurfunk zählt, bietet der morgige Auftritt Gelegenheit, sich mit dem zweiten Saisonsieg frühzeitig aller Abstiegssorgen zu entledigen, bevor es am Sonntag zum Deutschen Meister nach Aachen geht.

Überhaupt könnte der zweite Spieltag bereits einige Fronten klären in der Tennis-Bundesliga: Verliert Mannheim bei Aufsteiger Bremerhaven, müssen sich die Grün-Weissen wohl nach unten orientieren. Und im Duell Erfurt gegen Halle könnte sich herausstellen, wer denn tatsächlich der große Herausforderer des Titelverteidigers ist. Die Neusser haben andere Sorgen: Bei Niederlagen gegen Burghausen und am Sonntag im Rochusclub droht vor dem Gastspiel bei Aufsteiger TC Bruckmühl-Feldkirchen (14. Juli) ein veritabler Fehlstart.

(NGZ)