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Jüchen: Mit LED-Laternen will Gemeinde Geld sparen

Jüchen : Mit LED-Laternen will Gemeinde Geld sparen

Jüchen und NEW Netz haben einen Vertrag für die insgesamt 2456 Straßenlampen geschlossen. Für die Gemeinde wird's preiswerter.

Eine neues Technik-Zeitalter bricht auf den Straßen der Gemeinde Jüchen an: Schritt für Schritt sollen die Laternen an den Straßen auf sparsame LED-Technik umgerüstet werden. Die Modernisierung ist Bestandteil eines neuen Straßenbeleuchtungsvertrages, den Bürgermeister Harald Zillikens und Technischer Dezernent Oswald Duda sowie — für das Unternehmen NEW Netz — Marcus Palic und Karl-Heinz Robertz jetzt im Rathaus unterzeichnet haben.

Foto: Reuter

Oswald Duda ist mit dem Vertrag sehr zufrieden. "Wir zahlen für die Beleuchtung weniger als bislang, schonen die Umwelt — und mit Vertragsende Ende 2032 gehört das gesamte Straßen-Laternennetz der Gemeinde Jüchen", fasst er zusammen. Nach 20 Jahren war der bisherige Vertrag mit NEW für die Unterhaltung des Laternennetzes ausgelaufen. Für die Nachfolgevereinbarung spricht Duda von "nicht einfachen, aber fairen Verhandlungen" mit dem Unternehmen. Im Juli stimmte der Gemeinderat dem Vertragsentwurf zu.

Der große Vorteil: Für die Gemeinde wird die Straßenbeleuchtung erheblich preiswerter. Bislang zahlte Jüchen für die Betriebsführung und Unterhaltung rund 340 000 Euro an NEW — "künftig zahlen wir einen sechsstelligen Betrag weniger", so Duda. Eine genaue Zahl nennt er nicht, doch das Ziel, 100 000 Euro einzusparen, sei erreicht worden.

Eine weitere Änderung: Bislang gehörte nur ein Fünftel der genau 2456 Straßenleuchten der Gemeinde Jüchen, nach Ablaufen des ebenfalls 20 Jahre laufenden Vertrages ist sie alleinige Eigentümerin des Netzes.

Das wird im Jahre 2032 wesentlich moderner sein als heute: NEW wird einen großen Teil der Leuchten durch neue LED-Technik (die Abkürzung steht für Light-Emitting Diode) ersetzen. "Eine herkömmliche Leuchte verbraucht circa 70 Watt, eine mit LED etwa zehn bis 20 Watt. Sie benötigt also nur ein Drittel oder weniger Energie", erläutert Oswald Duda. "Wir hoffen, mit der Umstellung in einigen Jahren bei den Stromkosten einen fünfstelligen Betrag zu sparen und auf Dauer eventuelle Strompreiserhöhungen aufzufangen", so der Dezernent. Bislang zahlte die Gemeinde an Stromkosten für die Beleuchtung rund 154 000 Euro im Jahr — zusätzlich zu den Kosten für Betrieb und Unterhaltung. Der geringere Stromverbrauch komme auch der Umwelt zugute, betont Oswald Duda.

Die Umstellung auf Leuchtdioden ist natürlich nicht von heute auf morgen zu schaffen. Der mit NEW vereinbarte Sanierungsplan, der jährlich fortgeschrieben werden soll, sieht so aus: In den ersten fünf Jahren werden 816 Leuchten — also etwa jede dritte — demontiert und durch LED-Lampen ersetzt.

Dabei sollen zunächst die ältesten Leuchten und die mit dem höchsten Energieverbrauch ausgetauscht werden. "Mit der Umrüstung wollen wir bereits in diesem Jahr beginnen. Welche Straßen als erstes an die Reihe kommen, müssen wir aber noch zusammen mit NEW Netz festlegen", erläutert Technischer Dezernent Duda.

Insgesamt werden im Laufe der 20-jährigen Vertragsdauer etwa 70 Prozent aller Leuchten sowie ungefähr 40 Prozent aller Masten in der Gemeinde erneuert.

(NGZ)