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Jüchen: Chinesische Künstler-Prominenz stellt ihre Werke im Schloss Dyck aus

Jüchen : Chinesische Künstler-Prominenz stellt ihre Werke im Schloss Dyck aus

Eine Gruppe von 35 chinesischen Künstlern hat ihre Eindrücke von Schloss Dyck mit Öl auf Leinwand gebracht – und ihre Werke jetzt präsentiert.

Eine Gruppe von 35 chinesischen Künstlern hat ihre Eindrücke von Schloss Dyck mit Öl auf Leinwand gebracht — und ihre Werke jetzt präsentiert.

Die Farbe der Ölgemälde im Präsentationsraum des Dycker Wasserschlosses ist kaum trocken — schon wurden sie im Rahmen einer großen Vernissage feierlich präsentiert. Denn die Kunstwerke, die dort betrachtet werden können, stammen von 35 bekannten Künstlern Chinas, die in den vergangenen Tagen fast ohne Pause gemalt haben. Herausgekommen ist dabei hochgradige Kunst auf Leinwand, die verschiedenste Ansichten des Schlosses, umliegender Dörfer sowie Portraits zeigt.

Die 65 Bilder der Ausstellung "Deutsche Lande — chinesische Blickwinkel", die bis zum 14. August, von 10 bis 18 Uhr (Montag geschlossen) im Schloss besichtigt werden können, sind nur ein Bruchteil von dem, was die Chinesen auf ihrer Tour durch NRW seit dem 29. Juli aufwendig gezeichnet haben. Doch wie kommt eine chinesische Reisegruppe darauf, ihre Kunst ausgerechnet im Schloss Dyck auszustellen? "Wir haben unseren Fokus zuerst auf die Stadt Düsseldorf gerichtet, weil sie ein besonderes kulturelles Abbild gibt. Doch dann sind wir durch Zufall auf Schloss Dyck aufmerksam geworden", sagt Prokuristin Li Jiayi vom "Bell Art Center" bei der Vernissage. Der Verein hat sich der Verbreitung und Erforschung chinesischer Kunst in Deutschland zum Ziel gesetzt. Organisiert wird das Projekt von der Bellart GmbH und den Reiseveranstalter Caissa Touristic. Der chinesische Botschafter Shi Mingde hatte laut den Veranstaltern sein Kommen zur Eröffnung abgesagt.

"Der gelbliche Ton des Wasserschlosses mit den angrenzenden Parkanlagen und die besondere Historie des Gebäudes haben uns hierher gezogen, weil all diese Komponenten ideale Bedingungen zum Malen für unsere Künstler geboten haben", erläutert Li. So sind die 35 Chinesen Tag für Tag mit dem Reisebus von ihrer Unterkunft in Düsseldorf-Erkrath zum Schloss gefahren — darunter Yang Feiyun, Chao Ge, Jiao Xiaojian und Xie Dongming, die in China an Kunstakademien unterrichten und dort zu den bekannten Künstlern der Gegenwart gehören.

"Eine Ausstellung der besonderen Art", sagt Bürgermeister Harald Zillikens. Er zeigt sich verblüfft von der Präzision und dem Tempo, in der die Chinesen die Werke erstellten. "Das gelbe Schloss mit dem vielen Grün im Hintergrund hat mich zum Malen inspiriert", sagt Künstler Li Xinq Min. Er hat in nur zwei Stunden ein Ölgemälde vollendet. Der 43-Jährige arbeitet in seiner Heimat freiberuflich für eine Kunstakademie. "Die lange Reise von China über Berlin bis ins Rheinland hat sich definitiv gelohnt", sagt er.

(cka)