Jüchen: Mehr Freizeitangebote für Jugendliche

Jüchen : Mehr Freizeitangebote für Jugendliche

Einen Treffpunkt, Platz für legale Graffiti-Aktionen, mehr Sportmöglichkeiten und bessere Busverbindungen: Dies waren einige der Wünsche von Jugendlichen aus Hochneukirch, als sie Dorfplanerin Nathalie Franzen trafen.

Was wünschen sich Jugendliche in Hochneukirch und Hackhausen? Diese Frage stand jetzt im Mittelpunkt einer Diskussionsrunde im Jugendtreff "B@mm" an der Mühlenstraße. Dorfplanerin Nathalie Franzen wollte dort, gemeinsam mit Jugendleiter Sascha Grahl, mehr über die Wünsche und Idee der Jugendlichen erfahren und diese für die weitere Arbeit zu Protokoll nehmen. Ein Beispiel nennt Dennis aus Mönchengladbach-Rheydt, der die Ganztagshauptschule in Hochneukirch besucht und dort auch seine Freizeit verbringt: "Mehr Sportangebote."

Im Rahmen des Dorfentwicklungskonzepts können sich Anwohner, Vertreter von Vereinen und Institutionen für die Zukunft der beiden Ortsteile engagieren. In unterschiedlichen Arbeitsgruppen diskutierten sie über ihre jeweiligen Themen. Jetzt ging es erstmals um jüngere Einwohner.

"Fußball und Basketball wären schon gute Angebote, aber bisher haben wir keinen Platz dafür", meint Dennis. Zudem wünschen sich die Jugendlichen einen Ort, an dem sie sich treffen und an dem sie auch bei schlechtem Wetter zusammensitzen können. "Bisher haben wir uns bei Regen unter dem Vordach der Peter-Bamm-Halle untergestellt", erzählte der Hauptschüler. Aber das sei ihnen verboten worden, weil dort Müll und Glasscherben herumliegen würden.

Aus den Treffen mit anderen Arbeitsgruppen brachte Dorfplanerin Nathalie Franzen die Idee eines generationenübergreifenden Treffpunkts mit: Eine Möglichkeit wäre der alte Friedhof, der als Parkanlage mit Bänken und Sitzbereichen für Ältere umgestaltet werden könnte", sagte Franzen. Alternativ könnte der Sportplatz am Nordring wieder hergerichtet werden. "Dort gibt es auf jeden Fall genug Platz — und wenn wir eine Hütte bekommen würden, wäre das optimal", meinte Dennis. — "Wichtig ist, dass der Platz nicht inmitten eines Wohngebietes liegt, um eine Lärmbelästigung der Anwohner zu vermeiden", erläutert die Dorfplanerin. Sie versprach: "Den Sportplatz am Nordring werden wir in die weitere Diskussion einbringen."

Was sich die Jugendlichen noch wünschten: Bessere Busverbindungen nach Mönchengladbach oder Jüchen und die Möglichkeit, legal Graffiti zu sprühen. "Wir haben überlegt, in einer gemeinsamen Aktion die Stromkästen zu verschönern", sagte Franzen. Da könnten sich die Jugendlichen gern beteiligen. Eine Alternative: "Als dauerhafte Lösung kann ich mir eine Wand am Sportplatz vorstellen."

(NGZ/rl)
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