Fußball : Kapellener Kaderplanungen ziehen sich hin

Die Verantwortlichen des SCK haben es nicht leicht, ihre Mannschaft für die nächste Fußballsaison zusammenzustellen. Denn sie wissen nicht, ob sie auch künftig in der Landesliga spielen werden.

Ginge es nach Jörg Ferber, wäre die Fußballsaison im Verantwortungsbereich des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) schön längst abgebrochen worden. Denn er sieht nicht nur die Gefahr einer Wettbewerbsverzerrung durch urlaubsbedingt fehlenden Spieler und Trainer, wenn es denn irgendwann weitergehen sollte und bis in den Juni gespielt würde. Durch die Hängepartie während der wegen Corona unterbrochenen Spielzeit wird aus seiner Sicht auch eine lähmende Ungewissheit erzeugt, die die Planungen für die Zukunft enorm erschwert. „Wenn wir mit Spielern sprechen, können wir ja nicht mal mit Gewissheit sagen, in welcher Liga wir spielen“, betont Ferber, der aktuell noch Trainer ist, sich zur neuen Saison aber wieder auf den Posten des Sportlichen Leiters zurückzieht.

Denn durch den schlechten Start vor dem zweiten Lockdown laufen die eigentlich als Aufstiegsanwärter in die Saison gestarteten Kapellener bei einer verkürzten Saison tatsächlich Gefahr, am Ende dumm aus der Wäsche zu gucken. Immerhin kann Ferber vermelden, dass trotz der aktuellen Ungewissheit das Gros des Kaders für die nächste Spielzeit zugesagt hat. Zu den schon bekannten Abgängen von Baran Bal und Robert Wilschrey zum benachbarten Landesligisten Holzheimer SG kam nur noch Marco Czempik hinzu, der sich der DJK Gnadental anschließt.

  • Das Sky-Logo ist neben einer Kamera
    Nach umstrittenen Kommentaren : Sky setzt Jörg Dahlmann nicht mehr ein
  • Der Fußball-Verband Niederrhein hofft noch, dass
    Sport in der Corona-Krise : Das sind die nächsten Schritte des Fußball-Verbandes Niederrhein
  • Steffen Meuer wechselt aus der U23
    Borussia schnappt sich zwei Torjäger : Das steckt hinter den Verpflichtungen für die U23

Generell ist es das Ziel, den großen Kader von um die 30 Spieler auf 21 Feldspieler plus drei Torhüter zu verkleinern. Es soll wieder eine klare Trennung zwischen Erstvertretung und Reserve geben, wobei die Kreisliga-A-Mannschaft für die Spieler aus der zweiten Reihe dazu dienen soll, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Das werden sie künftig allerdings unter Anleitung eines neuen Trainers machen müssen, denn Timo Haep hat angekündigt, künftig sein Glück als Sportlicher Leiter beim VfR Neuss zu suchen. Für ihn übernehmen die bisherigen A-Jugendtrainer Artur und Marek Koziatek die Reserve in der kommenden Saison.

Was den Kader der Erstvertretung anbelangt, schauen sich Jörg Ferber und der neue Trainer Björn Feldberg (kommt vom SV Glehn) nur auf zwei bis drei Positionen nach externen Verstärkungen um. „Wir haben uns darauf verständigt, wo es sinnvoll ist, noch mal personell nachzulegen“, sagt Jörg Ferber. Eine weitere Aufgabe der Sportlichen Leitung ist es, sechs A-Jugendliche aus dem eigenen Nachwuchs in die beiden Mannschaften einzubauen. Ferber: „Sie haben das Potenzial und sollen sich zeigen.“