Lokalsport: HTC verteidigt mit Mann und Maus

Lokalsport: HTC verteidigt mit Mann und Maus

Zum Start ins neue Jahr bekommt es der HTC SW Neuss in der Hallenhockey-Bundesliga mit den Schwergewichten Rot-Weiß Köln und Mülheim zu tun.

Nach dem im Kampf um den Klassenverbleib überlebenswichtigen 10:9-Erfolg kurz vor Weihnachten beim Kahlenberger HTC kann Hallenhockey-Erstligist HTC SW Neuss am Wochenende wieder etwas Druck aus dem Kessel nehmen. Der Auftritt von Rot-Weiß Köln am Samstag (16 Uhr) an heimischer Jahnstraße verspricht sogar Genuss pur. "Die Halle wird voll sein, weil die Zuschauer den Deutschen Meister sehen wollen", sagt Trainer Matthias Gräber, um lächelnd anzufügen: "Und vielleicht auch ein bisschen uns.

" Für das Match gilt für ihn das Gleiche wie für die Partie am Tag darauf (14 Uhr, Halle an der Lehnerstraße) bei Uhlenhorst Mülheim: "Um da was mitnehmen zu können, müsste schon ganz viel zusammenpassen." Der Meister kommt. Um zu ermessen, wie immens der Unterschied zwischen RW Köln und SW Neuss ist, reicht ein Blick auf die Startaufstellung des ungeschlagenen Tabellenführers (fünf Siege) im Duell mit Uhlenhorst Mülheim (6:3).

Dass der Trainerkollege André Henning sich den Luxus erlauben konnte, in Moritz Trompertz, Matthias Müller, Tom Grambusch und Christopher Rühr vier Nationalspieler ganz geschmeidig von der Bank zu bringen, raubt Gräber fast den Atem. Außerdem weiß er: "In Christopher und Philipp Zeller sowie Timo und Benny Wess spielen bei Rot-Weiß vier Olympiasieger nur in der zweiten Mannschaft." Im Hinspiel verkaufte sich der Aufsteiger beim 4:7 trotzdem gut, allerdings fehlten da noch die mit Deutschland im World-League-Finale in Indien tätigen Auswahlkräfte Mats Grambusch, Christopher Rühr, Timur Oruz und Marco Miltkau.

Rückkehrer Auch wenn er aus seiner Abneigung gegen das Hallenhockey keinen Hehl macht, für den Niederländer Omar Schlingemann ist das Gastspiel der Neusser in Mülheim eine besondere Partie. Denn der 40-Jährige, der in der Halle das Kommando weitestgehend an Johannes Schmitz abgegeben hat, trifft in einem Pflichtspiel zum ersten Mal seit seinem Abgang 2016 auf seine ehemaligen Schützlinge. Geschenke dürfen die Schwarz-Weißen indes keine erwarten, schließlich benötigen die Hausherren, in deren Reihen Weltklassespieler wie Olympiasieger Thilo Stralkowski, Benedikt Fürk, Lukas Windfeder oder auch Tobias Matania stehen, im höllisch engen Kampf um Rang zwei jeden Treffer.

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Zu Gast beim Weltmeister Die Stimmung im Neusser Team ist freilich prächtig, immerhin gelang kurz vor Silvester im Testspiel gegen Hallen-Weltmeister Niederlande ein Achtungserfolg. Nach regulärer Spielzeit unterlag der HTC - mit den beiden Gastspielern Paul Toll und Clemens Hüsch - in Venlo zwar mit 5:8, im anschließenden Penaltyschießen trotzten die ohne Sebastian Draguhn, Cedric Heimbach und Tomasz Górny angetretenen Gäste Oranje jedoch noch ein 9:9-Unentschieden ab.

"Aufgrund der größeren Anzahl an Beinschüssen ging der Sieg schließlich an uns", stellte Gräber schmunzelnd fest. Obwohl im Kader der Hausherren ein halbes Dutzend Akteure standen, die auch auf dem Feld zur Nationalmannschaft gehören, hatte Ivo Otto den HTC bereits nach 14 Sekunden in Führung geschossen. Strammes Programm Wegen der Hallenhockey-Europameisterschaft im belgischen Antwerpen (12. bis 14. Januar), an der mit dem polnischen Team auch die Neusser Philipp Weide und Tomasz Górny teilnehmen werden, hat der HTC einige Spiele verlegt: Das ursprünglich für den 14.

Januar angesetzte Derby in Düsseldorf findet nun voraussichtlich bereits am Mittwoch, den 10. Januar (20.30 Uhr) statt. Der Crefelder HTC kommt nicht am 12. Januar, sondern erst am Donnerstag, den 18. Januar (20.30 Uhr) nach Neuss. Nur 24 Stunden später geht es in der Stadionhalle gegen Mülheim, am Sonntag, den 21. Januar (14 Uhr) steht an der Jahnstraße das Saisonfinale gegen Kahlenberg auf dem Programm. Gräber: "Drei Spiele in drei Tagen, das ist natürlich nicht optimal, aber über den Abstieg entscheiden nicht die müden Beine.

(NGZ)