Lokalsport: NEW' Elephants ballen im Titelkampf die Fäuste

Lokalsport: NEW' Elephants ballen im Titelkampf die Fäuste

Zum Start ins neue Jahr tritt der Tabellenführer der Basketball-Regionalliga West beim Neuling BG Kamp-Lintfort an.

Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps! Unter dieses griffige Motto hatten die Basketballer des Regionalligisten NEW' Elephants die Zeit zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel gestellt. So begrüßten die lebenslustigen US-Boys Gerrell Martin sowie die Delpeche-Zwillinge Marcus und Malcolm 2018 in Lüttich. "Die haben schon Hardcore gefeiert", hat der selbst nicht untätige Trainer Hartmut Oehmen inzwischen herausgefunden.

Jedoch: Bereits am Neujahrstag standen die drei Profis gemeinsam mit Marko Boksic wieder in der Halle. Am Mittwoch zogen ihre Teamkollegen nach - und zwar mit Vollgas. Originalton Oehmen: "100 Prozent Basketball, kein Gaga! Das Training sollte zeigen, wo wir hinmüssen. Sehr wenig Pausen, dafür sehr viel Werfen und noch mehr Laufen. Ergänzt durch Spielzüge bei hohem Tempo, damit die Automatismen wieder reinkommen."

Wenngleich zum Start ins neue Jahr am Samstag in der Glückaufhalle II an der Moerser Straße im Neuling BG Kamp-Lintfort (nur) der Tabellenelfte auf den Tabellenführer wartet (Anpfiff 20 Uhr), ist Oehmen auf der Hut: "Zu Hause ist das 'ne sehr, sehr unangenehme Mannschaft." Für ihn steht fest, dass es definitiv anders zur Sache gehen wird als beim am Ende relativ entspannten 93:57-Heimsieg im Hinspiel: "In der staubigen und darum extrem rutschigen Halle ist die Atmosphäre immer ganz gut aufgeladen. Da tritt Kamp-Lintfort wesentlich aggressiver auf als auswärts."

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Mit drei Siegen liegt der ohne Importspieler agierende Neuling, den die Experten vor der Saison als Abstiegskandidat Nummer eins ausgemacht hatten, voll im Soll. Zu beachten sind vor allem der 2,06 Meter große Center Lennart Boner, mit 12,3 Punkten im Schnitt Topscorer des Aufsteigers, und Till Achtermeier (12,0), den Oehmen vor einigen Jahren gerne nach Willich gelotst hätte. "Wenn du den frei stehen lässt, lötet er dir die Teile rein." Aus der Distanz ist auch der erfahrene Michael Schmak eine Gefahr. Allerdings fehlt der 30-Jährige wegen eines Muskelfaserrisses morgen wohl ebenso wie Nachwuchsmann Oskar Mellmann (Fußverletzung). "Wir wollen nichts riskieren, da kommen noch wichtigere Spiele für uns", sagt Coach Tobias Liebke, der seine Jungs als krasse Außenseiter sieht, und betätigt sich als Tiefstapler: "Für uns gut es nur darum, uns so gut es geht zu verkaufen. Das Ergebnis wird am Ende egal sein."

Um die Kräfteverhältnisse weiß natürlich auch Hartmut Oehmen, dennoch hielt er sein Team im Training zur vollen Konzentration an. Er zog die Zügel derartig an, dass am Mittwoch bereits um 21.35 Uhr Feierabend war. "Normal ist 22 Uhr, aber wir mussten aufhören, denn die Jungs waren um." Besonders gut aufgelegt präsentierte sich Simon Bennett. Der nur noch bis zum Saisonende als spielender Co-Trainer für die Elephants tätige Routinier schoss die Lichter am Torfstecherweg in Gustorf aus und führte sein Team in drei Wettkampfspielen zu Siegen gegen die durch Max Boldt ergänzte Profi-Fraktion.

Eine zusätzliche Waffe könnte morgen Abend ganz sicher nicht schaden, schließlich wollen und dürfen sich die Elephants bis zum vermeintlichen Showdown um den Titel am 17. Februar vor heimischem Publikum gegen Münster keinen Ausrutscher erlauben. Darum betont der Coach ausdrücklich: "Kamp-Lintfort kommt stark über Wille, Spirit und Einsatz. Darauf müssen wir gefasst sein."

(NGZ)