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Tennis-Bundesliga: Gelöste Stimmung beim TC Blau-Weiss Neuss

Tennis : Gelöste Stimmung bei Blau-Weiss Neuss

Nach gutem Auftakt geht der Tennis-Bundesligist am Sonntag zuversichtlich ins Heimspiel gegen den überraschend schwach gestarteten TK Kurhaus Aachen.

Unter der Woche quälte sich Marius Zay mit krampfartigen Beschwerden herum. Auf den Magen geschlagen waren dem Teamchef des TC BW Neuss freilich nicht die Leistungen seiner Mannschaft an den ersten beiden Spielwochenenden der Tennis-Bundesliga. Vier Punkte nach den schweren Spielen zum Saisonauftakt gegen Mannheim (1:5), Großhesselohe (4:2), Gladbach (2:4) und Krefeld (6:0) sind viel mehr als das Team um Botic van de Zandschulp erwartet hatte.

Dass der deutliche Sieg in Krefeld letztlich einer Lässlichkeit von HTC-Teamchef Hajo Ploenes zu verdanken war, der in Juan Pablo Varillas (Peru) und Viktor Durasovic (Norwegen) zwei Nicht-EU-Ausländer auf den Court geschickt hatte, nahm den Gästen nichts von ihrer Freude. „Wir hätten das Spiel ja auch regulär mit 4:2 gewonnen“, sagt Zay, der sich mit diesem Thema schon bei der Zusammensetzung seines Kaders stets intensiv auseinandersetzt. „Ich habe gerne maximal zwei Nicht-EU-Ausländer dabei, das macht es leichter, vor allem für die Spiele am Freitag, wenn dir eh weniger Spieler zur Verfügung stehen.“ Im Neusser Kader fallen der Serbe Nikola Milojevic und der Kasache Dmitriy Popko unter diese Kategorie. Und zumindest Popko konnte auch am Sonntag ab 11 Uhr im Heimspiel an der Jahnstraße gegen den TK Kurhaus Aachen wieder für Blau-Weiss auflaufen. Der 24-Jährige ist aktuell beim ATP-Challenger-Turnier im finnischen Tampere im Einsatz, trifft dort am Freitag im Viertelfinale auf seinen Teamkollegen Botic van de Zandschulp, der am vergangenen Sonntag im heimischen Amersfoort erst im Finale gegen seinen niederländischen Landsmann Tallon Griekspoor mit 1:6, 6:3 und 1:6 den Kürzeren gezogen hatte. Abgemacht ist: Wer das Neusser Vereinsduell in Finnland verliert, setzt sich in den Flieger nach Düsseldorf.

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Gegen Aachen auf jeden Fall dabei ist Constant Lestienne. Obwohl sein Einsatz nach dreiwöchiger Verletzungspause eigentlich noch zu früh kam, hatte der Franzose in Krefeld gegen Andrea Arnaboldi (7:5, 6:7, 10:4) komplett überzeugt. Zay: „Klar, ein bisschen Risiko war dabei, schließlich hatte er erst zehn Tage zuvor wieder das Training aufgenommen. Aber Constant braucht nicht viele Spiele, um wieder reinzukommen. Er spielt viel mit Stopps, bricht damit den Rhythmus seines Gegners. Er will gar keine langen Rallyes spielen.“

Zudem werkeln er und sein gleichberechtigter Partner Clinton Thomson auch noch am Debüt-Einsatz von Filippo Baldi. Der Italiener bis Dienstag und zu seiner Niederlage in der Runde der letzten 32 gegen den Brasilianer Matheus Pucinelle De Almeida beim Turnier in Todi (Italien) beschäftigt, wäre frei. Gerne nach Neuss holen würde Zay auch Roberto Marcora. Der Italiener ist allerdings noch beim Turnier im polnischen Szczecin (Stettin) am Ball. Ziemlich sicher fehlen dürfte am Sonntag Javier Barranco Cosano. Denn der Spanier, der bislang einen glänzenden Eindruck am Rhein hinterlassen hat, schlägt zur Zeit nahe der Heimat beim Spain F17 Futures Tournament in Ciudad de Martos auf. Dort fertigte er am Donnerstag im Achtelfinale den Polen Pawel Cias mit 6:1 und 6:4 ab. Da Zay seinem in Spanien an Position eins gesetzten Schützling durchaus mehr zutraut, plant er gegen Aachen nicht mit ihm.

Wenngleich die mit 2:6 Punkten auch für den Neusser Teamchef überraschend schwach in die Spielzeit gestarteten Lambertz-Jungs so ihre personellen Probleme haben, rechnet er mit einer starken Truppe. „Die werden bestimmt nicht mit einem B-Team kommen.“ Passen müssen aber Salvatore Caruso (gesperrt) sowie die für Olympia in Tokio gebuchten Tomas Machac (Tschechien) und Tim Pütz (Frankfurt).