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Handball: Handball: Voß verlässt am Saisonende den TVK

Handball : Handball: Voß verlässt am Saisonende den TVK

Der Handball im Rhein-Kreis kommt nicht zur Ruhe: Vier Wochen nach der Entscheidung des TV Korschenbroich, sich am Saisonende freiwillig aus der Zweiten Liga zurückzuziehen, und eine Woche nach dem Insolvenzantrag des DHC Rheinland folgte gestern der nächste Paukenschlag.

Christian Voß, erst im November verpflichteter Trainer des TV Korschenbroich, wird den TVK am Saisonende verlassen. Den 41 Jahre alten Narkosearzt, derzeit am Neusser Etienne-Krankenhaus tätig, zieht es zurück in den Norden – der gebürtige Lübecker übersiedelt nach Flensburg und übernimmt das Traineramt bei der HSG Tarp-Wanderup. Der Fusionsklub, einst Stammverein des Ex-Dormageners Florian Wisotzki, belegt derzeit mit vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer HF Springe Rang drei in der Dritten Liga Nord und will spätestens in der kommenden Saison den Aufstieg in die Zweite Liga perfekt machen.

Die Entscheidung, nach sieben Monaten – die Saison endet am 2. Juni – den TVK und das Rheinland wieder zu verlassen, sei ihm nicht leicht gefallen, sagt Christian Voß: "Ich hätte nie gedacht, dass ich mich hier so schnell so heimisch fühlen würde. Ich habe mich extrem wohlgefühlt." Deshalb will er den TVK auch trotz des bereits feststehenden Abstiegs in den noch ausstehenden 13 Pflichtspielen – das nächste am Samstag (19.30 Uhr) gegen ThSV Eisenach – mit vollem Engagement coachen: "Es macht einfach Spaß, und wenn du solche Spiele wie in Neuhausen gewinnst, noch mehr", sagt Voß, der mit seinem derzeitigen Klub "auch weiterhin in Kontakt bleiben" will.

Beim TVK ist man über die Entscheidung "sehr traurig," so Geschäftsführer Peter Irmen. "Wir hätten die Zusammenarbeit sehr gerne fortgeführt", sagt Manager Kai Faltin, der trotzdem bereits auf der Suche nach einem Nachfolger ist, schließlich soll "bei den anstehenden Personalentscheidungen auch der neue Trainer seine Wünsche und Ideen einbringen können." Der neue Mann wird der siebte TVK-Trainer seit dem Amtsantritt von Wolfgang Brandt im Juli 2000 sein. Danach saßen Michael Hattig (März 2003 – November 2004), Olaf Mast (November 2004 – Dezember 2007), Khalid Khan (Dezember 2007 – Juni 2011), Jörn Ilper (Juli 2011 – November 2011) und eben Christian Voß auf der Bank.

(NGZ)