Gemeindesportverband (GSV): GSV als gleichberechtigter Partner

Gemeindesportverband (GSV) : GSV als gleichberechtigter Partner

Die 30. Wiederkehr seines Gründungstags nahm der Gemeindesportverband (GSV) Donnerstag nicht nur zum Anlass, auf sein bisheriges Wirken zurück zu blicken.

Blicken auf drei bewegte Jahrzehnte des Gemeindesportverbandes Jüchen zurück: Vorsitzender Heinz Kiefer (l.) und sein "Vize" Ralf Kriesemer.Am 21. November wird eine Ausstellung zum "runden GSV-Geburtstag" eröffnet.

NGZ-Foto: M. Reuter

GSV-Vorsitzender Heinz Kiefer und sein Stellvertreter Ralf Kriesemer präsentierten im Landgasthaus "Dä Baas" auch die aktuelle Fortschreibung des vom Gemeindesportverband erarbeiteten Positionspapiers Sport. Nicht nur als Bindeglied zu Rat und Verwaltung versteht sich die Interessenvereinigung von mittlerweile 28 Mitgliedsvereinen, sondern als "gleichberechtigter Partner", wie der seit fünfeinhalb Jahren amtierende Vorsitzende Heinz Kiefer ohne falsche Bescheidenheit sagt.

In gewisser Hinsicht nimmt der Gemeindesportverband inzwischen sogar administrative Aufgaben wahr, zeichnet er doch seit geraumer Zeit für die Verteilung der Zuschüsse der Gemeinde an die Vereine verantwortlich. Die Gründung vor 30 Jahren stand in engem Zusammenhang mit der kommunalen Neugliederung: Für den damaligen Bürgermeister Peter Giesen, den "Vater des Gemeindesportverbands", ist dieser Ralf Kriesemer zufolge ein Mittel gewesen, das Zusammenwachsen der erst wenige Monate alten Gemeinde zu befördern.

Der Jüchener Altbürgermeister wird übrigens in Kürze eine Ausstellung eröffnen, die vom 21. November an drei Wochen lang in den Räumen der Sparkasse Jüchen zu sehen ist. Präsentieren wird der Gemeindesportverband dabei markante Zeitzeugnisse aus den vergangenen drei Jahrzehnten. Der am 10. November 1975 erfolgten Gründung ging wenige Monate zuvor ein Fehlstart voraus, dessen "Lehren" von allen Verantwortlichen bis heute befolgt werden.

Abgelehnt wurde seinerzeit nämlich ein Satzungsentwurf, der Mitgliederbeiträge der Vereine vorsah. Bis heute werden solche beim Gemeindesportverband denn auch nicht erhoben, wie Heinz Kiefer betont. Eine der prägenden Gestalten der Verbandsgeschichte ist bis heute der Ehrenvorsitzende Horst Schröder. Mit seiner ersten Wahl 1990 begann nach den Worten von Ralf Kriesemer "die Blütezeit des Gemeindesportverbands. " Schröder habe sich "wie kein anderer für den Sport und die Vereine eingesetzt", würdigt der stellvertretende Vorsitzende und Geschäftsführer des GSV den 1996 zum Ehrenvorsitzenden gewählten Vizebürgermeister, der bis heute aktiv mit Vorstand mitarbeitet.

In den frühen 90-er Jahren wurden die finanziellen Rahmenbedingungen enger und in den ersten Monaten des Jahres 2000 erlebte der GSV seine bisher schwerste Krise: Ein funktionsfähiger Vorstand konnte zunächst nicht gefunden werden und sogar die Auflösung des Verbands stand im Raum. Einen "Glücksgriff" hätten die Vereine mit der Wahl von Heinz Kiefer getan, würdigte Ralf Kriesemer seinen Mitstreiter: "Mit Stolz" könne der Gemeindesportverband heute jedenfalls wieder auf einen "sehr aktiven Stamm von Ehrenamtler zurückgreifen."

An der Diskussion um den Sportstätten-Entwicklungsplan beteiligt sich der inzwischen auch online unter http://www.gsv-juechen.de/ zu erreichende Verband mit einem umfassenden Papier, das auf Jahre hinaus als eine Art Grundsatzprogramm für die Entwicklung des Breitensports betrachtet werden kann. S.M.

(NGZ)
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