„Grundwasser-Vertrag“: Pumpen für Herrenshoff gesichert

„Grundwasser-Vertrag“ : Pumpen für Herrenshoff gesichert

Die Grundwasser-Betroffenen in Herrenshoff können seit Donnerstag aufatmen: 204 Herrenshoffer Haushalte wollen einen so genannten "Grundwasser-Vertrag" mit der Stadt Korschenbroich abschließen.

Die Herrenshoffer Bürger können aufatmen: Die Verträge mit der Stadt zur Grundwasser-Absenkung werden in der kommenden Woche geschlossen. Die Pumpen auf dem Baggersee gehen am 1. Dezember in Betrieb.

NGZ-Foto: L. Berns

"Damit sind die Pump-Maßnahmen in den kommenden drei Winterhalbjahren gesichert", bilanzierte Bürgermeister Heinz Josef Dick Donnerstag gegenüber der NGZ. In der kommenden Woche sollen die einzelnen Bürger ihr persönliches Vertragsexemplar erhalten. Bei der Stadt sind insgesamt 28 810 Euro für die anstehende Pump-Aktion im kommenden Winterhalbjahr eingegangen.

Die Grundwasser-Verträge sehen eine Mindestbeteiligung von 140 Euro jährlich pro Vertrag vor. Während die Bürger - laut Ratsbeschluss - mit 80 Prozent der Kosten belastet werden, übernimmt die Stadt Korschenbroich 20 Prozent der Investitions- und Betriebskosten für die Pump-Maßnahmen. Die Ausschreibung für die Anschaffung der Pumpen läuft bereits.

"So könnte noch im Monat Dezember mit dem Pump-Betrieb begonnen werden, falls die Grundwasser-Situation dies erfordert", erläutert der zuständige Mitarbeiter im Rathaus, Dr. Theo Verjans, die Situation. Die wasserrechtlichen Genehmigungen gelten noch für die nächsten drei Winterhalbjahre, beziehen sich für den jeweiligen Zeitraum vom 1. Dezember bis zum 31. Mai des jeweiligen Folgejahres.

Wie bisher soll eine Abrechnung der tatsächlichen Kosten nach der jeweiligen Pump-Saison erfolgen. Die überschüssigen Beträge der Pump-aktionen von 2004/2005 werden jetzt erstattet. Bereits angelaufen ist - laut Dr. Verjans - die Rückzahlung der überschüssigen an die Stadt gezahlten Beträge aus den Pump-Maßnahmen im vergangenen Winterhalbjahr in Herrenshoff und im Ortsteil Raderbroich. In Raderbroich belaufen sich die Gesamtkosten für die Pumpaktion 2004/2005 auf exakt 11 848,11 Euro.

Da sich die öffentliche Hand mit insgesamt 2 369,62 Euro (20 Prozent) beteiligt hat, waren noch 9 478,49 Euro durch die eingegangenen Spenden - insgesamt waren es 12 135 Euro - zu finanzieren. Der "Spenden-Überschuss" von 2 656,51 Euro (21,89 Prozent der eingegangenen Spendensumme) wird jetzt anteilig, je nach eingegangener Spendenhöhe, wieder von der Stadt an die Spender ausgezahlt. Die Gesamtkosten für die Pump-Maßnahmen im vergangenen Winterhalbjahr in Herrenshoff betragen 30 976,41 Euro. Der Anteil der öffentlichen Hand lag dort bei 6 195,28 Euro.

Somit waren noch 24 781,13 Euro durch die eingegangenen Spenden zu finanzieren. Das gesamte Spendenaufkommen der Herrenshoffer Bürger lag bei exakt 28 295 Euro. Daraus ergibt sich ein Überschuss von 3 513,87 Euro (rund 12,42 Prozent), der jetzt ebenfalls anteilig erstattet wird. In Raderbroich sind die möglichen Pump-Maßnahmen zur dringend erforderlichen Grundwasser-Absenkung noch fraglich. Der Grund: Es fehlen noch 3 000 Euro.

In dem Ortsteil liegt der Spendenstand für eine Grundwasser-Pumpaktion zurzeit bei knapp 12 000 Euro. Ein weiterer Spendenaufruf ist geplant. Um das Abpumpen über den kompletten Genehmigungszeitraum von jeweils sechs Monaten in den nächsten drei Winterhalbjahren zu gewährleisten, ist eine Bürgerbeteiligung von je 15 000 Euro erforderlich.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE