KSK Konkordia Neuss: Das Lazarett lichtet sich

KSK Konkordia Neuss : Das Lazarett lichtet sich

Von Volker Koch

Von Volker Koch

Seine erste, nicht unerwartete, Saisonniederlage hat Ringer-Bundesligist KSK Konkordia Neuss gut verkraftet, im Kampf um eine Play-off-Teilnahme keinen Boden eingebüßt. Das soll auch in den kommenden drei Kämpfen so bleiben, auch wenn sie alle auswärts stattfinden.

Gegner sind jedoch die drei Kellerkinder der Liga: Samstag (19.30 Uhr) die KG Frankfurt/Oder-Eisenhüttenstadt, eine Woche später die KG Rostock/Warnemünde und nach zweiwöchiger Pause dann zum Hinrundenstart am 10. Dezember der SC Siegfried Kleinostheim. "Normalerweise müssten wir alle drei Kämpfe gewinnen können", schätzt KSK-Präsident Hermann J. Kahlenberg die Aussichten ein.

Das gilt vor allem mit Blick auf die Auseinandersetzung am Samstag. Denn die Kampfgemeinschaft aus Frankfurt/Oder und Eisenhüttenstadt hat nach sieben Kampftagen erst einen Sieg (gegen Kleinostheim) auf dem Konto, verlor am vergangenen Wochenende das Kellerduell gegen die zuvor sieglosen Kollegen aus Rostock mit 16:20.

"Die versuchen halt, mit einer jungen Mannschaft mit ausschließlich deutschen Ringern über die Runden zu kommen", sagt Kahlenberg, "das ist zwar gut, aber so hat man in dieser Liga eben keine Chance." Immerhin haben die Gastgeber am Samstag vier nationale Spitzenkräfte in ihren Reihen: Sebastian Möser ist Deutscher Vizemeister in der Klasse bis 60 Kilogramm (griechisch-römisch), kämpft aber Samstag in der Klasse biss 66 Kilogramm, wo er Sylwester Charzewski trifft.

Für den polnischen Meister ebenso wie für seinen Landsmann Afis Dzawadow ist der Kampf am Samstag "so etwas wie ein Heimspiel", witzelt Kahlenberg mit Blick auf die Landkarte. Noch stärker als Möser ist Marcus Thätner einzuschätzen, Deutscher Meister in der Klasse bis 66 Kilogramm greichisch-römisch, der in der Bundesliga eine Kategorie höher (74 kg) ringt und hier Samstag auf Ilyas Özdemir trifft. Juniorenmeister und hinter DM-Vierter in der Klasse bis 84 Kilogramm istAndreas Schulze, hier kommt es zur DM-Revanche gegen Max Schwindt, der bei den nationalen Titelkämpfen in Aschaffenburg Platz drei belegte.

Vierter im Bunde ist Andreas Miekeley, DM-Dritter in der Klasse bis 96 Kilogramm. Er ist allerdings gleichfalls Spezialist im griechisch-römischen Stil - doch da diese Klasse in der Hinrunde im freien Stil ausgetragen wird, muss der sonst für 120 Kilogramm vorgesehene Dirk Schubert abtrainieren. Auf Neusser Seite soll hier Mohsen Rasool Zadeh zum Einsatz kommen, der nach seiner Verletzung ebenso wie Superschwergewichtler Jackson Vaillant (trifft auf Ronald Kraft) das Training wieder aufgenommen hat.

Fällt einer der beiden trotzdem aus, steht Björn Holk zur Verfügung. "Eigentlich eine recht gute Mannschaft", schätzt Kahlenberg die Frankfurter ein, "trotzdem müsste ein klarer Sieg für uns herausspringen." Zumindest dann, wenn die Konkorden die Fahrt gen Osten gut überstehen, schließlich ist es die weiteste Anreise für sie.

(NGZ)
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