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Coronavirus in Remscheid: Corona-Pandemie lähmt das öffentliche Leben

Coronavirus lähmt das öffentliche Leben in Remscheid : H2O schließt auf unbestimmte Zeit

Das Coronavirus trifft auch das öffentliche Leben in Remscheid. Veranstaltungen müssen abgesagt oder verschoben werden. Wer ist wie von den Auswirkungen der Pandemie betroffen? Die Antworten auf diese Fragen fallen unterschiedlich aus.

Kirchen „Der Gottesdienst wird weiter stattfinden“, sagt beispielsweise Pfarrerin Susanne Peters-Gößling von der Evangelischen Kirchengemeinde Lennep. Aber auf größere Veranstaltungen werde in der nächsten Zeit verzichtet, ebenso wie aufs Händeschütteln. Auch das Abendmahl soll vorerst nicht stattfinden.


Fitnessstudios „Noch ist alles wie immer“, sagt ein Mitarbeiter des Fitnessstudios „Easyfit“ an der Alleestraße. „Bei den Kursen haben schon einige angekündigt, dass sie nächste Woche nicht mehr kommen werden“, sagt Julian Nitzge, Auszubildender beim Studio InForm an der Haddenbacher Straße. Aber die Kurse fänden weiterhin statt. Das Virus sei natürlich ein Thema, man habe zum Beispiel mehr Spender für Desinfektionsmittel aufgestellt.

Schwimmbäder Das H20 muss wegen des Corona-Virus ab dem Wochenende auf unbestimmte Zeit schließen. Das gab Bereichsleiter Christian Liese am Freitag bekannt. In den Tagen zuvor hatte das Bad noch geöffnet – auch wenn durch das Coronavirus immer weniger Gäste in das Bad kamen. „Die Besucherzahlen gingen drastisch zurück, klar“, sagt Liese.

Hotels und Gaststätten „Stornierungen sind an der Tagesordnung“, sagt Klaus Fischer, Inhaber des Hotels Fischer, das in Lüttringhausen in der Nähe der Autobahnanschlussstelle liegt. „Sowohl im Hotel und auch im Restaurant“, fügt er noch hinzu. Was das für das Hotel bedeutet, kann er jetzt noch nicht abschätzen. „Die Entwicklung ist ja sehr dynamisch“, so Fischer. Aber auf jeden Fall erleidet er durch die Stornierungen wirtschaftliche Einbußen. „Aktuell haben wir allerdings noch ganz normale Öffnungszeiten“, so Fischer.

Sportvereine „Bisher haben wir noch keine Informationen bekommen“, sagte Paula Stausberg vom Sportbund Remscheid gestern Vormittag. Nicht von der Stadt und auch nicht vom Landesportbund. „Ob die Vereine die Trainingsstunden weiter anbieten, überlassen wir ihnen selbst“, sagt Stausberg. Diese Wochen hätten die Trainingseinheiten noch ganz normal stattgefunden, sagt Peter Brinkmann vom Remscheider SV. Am Montag werde man klären, wie weiter vorgegangen werde. „Die Ereignisse überschlagen sich ja minütlich“, so Brinkmann. In den einzelnen Trainingseinheiten habe der Verein nicht feststellen können, dass sich die Teilnehmerzahl großartig verändert habe. „Es sind minimal weniger Teilnehmer gekommen“, so Brinkmann. Ob das mit dem Coronavirus zusammenhänge, könne er nicht sagen.

Krankenhaus Anders als viele Krankenhäuser in der Umgebung hat das Sana-Klinikum auf die Ausbreitung des Sars-CoV-2-Virus nicht mit Veränderungen der Besuchsregeln reagiert. Aktuell gebe es keine Einschränkungen bei den Besuchszeiten, teilt Sana-Pressesprecher Stefan Mülders am Donnerstag auf Anfrage mit: „Die Besucher im Klinikum werden jedoch per Aushang darauf hingewiesen, die Besuche zum Schutz der Patienten auf ein Mindestmaß zu reduzieren und die bekannten Hygienemaßnahmen einzuhalten.“ Zudem seien öffentliche Veranstaltungen vorerst abgesagt worden.

Klosterkirche Das Lenneper Kulturzentrum folgt dem Beispiel der Stadt Remscheid und den behördlichen Empfehlungen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus und verschiebt daher alle Veranstaltungen, die bis zu den Osterferien in der Klosterkirche hätten stattfinden sollen. Das betrifft unter anderem die „Weltklassik am Klavier“ (22. März) oder auch das Gastspiel des Stefan Jürgens Trios (25. März). Alle weiteren detaillierten Informationen zum Programm gibt es im Internet unter:
www.klosterkirche-lennep.de.