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Coronavirus in Remscheid: Taxifahrer steckt sieben Personen an

Sieben Personen erkrankt : Taxifahrer in Remscheid in Corona-Kettenreaktion verwickelt

In Remscheid ist ein Taxifahrer, der mit einer Reisegruppe aus dem Nahen Osten in Kontakt war, an Corona erkrankt. Der Fahrer hat am Freitag noch vier Schüler transportiert - daraufhin musste ihre Schule geschlossen werden. Verfolgung einer Kettenreaktion.

Aus der Reisegruppe stammen die ersten vier Infizierten der Stadt. Der Fahrer befindet sich seit Freitagabend gemeinsam mit seiner Ehefrau in häuslicher Quarantäne, nachdem sich bei ihm erste Erkältungssymptome eingestellte haben.

Eines der transportierten Kinder geht zur Sophie-Scholl-Gesamtschule, zwei besuchen das Leibniz-Gymnasium und eines ist Schülerin der Hilda-Heinemann Schule. Ob sich die Kinder auf der gemeinsamen Fahrt angesteckt haben, ist nach Auskunft der Stadt ungewiss.Keines von ihnen zeige bislang Erkältungssymptome – eines der wesentlichen Kriterien dafür, dass sie als begründet verdächtig nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) betrachtet werden.

Besonders kritisch bewertet die Stadt die Situation an der Förderschule. Bei dem Mädchen der Hilda-Heinemann-Schule kann Beschwerdefreiheit nicht eindeutig festgestellt werden. Das Kind werde dauerbeatmet und kann sich nicht direkt zum eigenen Zustand äußern, heißt es in einer Mitteilung. Deswegen sei nicht auszuschließen, dass es erste milde Symptome einer Erkältung zeigt. Die unklare Lage sei Grund für die Schließung.

Die Hilda-Heinemann-Schule in Lennep. Foto: Jürgen Moll (jumo)/Moll, Jürgen (jumo)

151 Schüler besuchen die Hilda-Heinemann-Schule. Die Kinder sind teils multipel erkrankt oder haben (Vor-)Erkrankungen, die ihr Immunsystem in besonderer Weise schwächen. Allein aus diesem Grunde seien die gesundheitlichen Risiken bei einer Infektion mit dem Coronavirus für sie fatal, heißt es.

Die Sophie-Scholl-Gesamtschule und das Leibniz-Gymnasium werden hingegen nicht geschlossen. Die Stadt begründet den Verbleib im Schulbetrieb mit den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts: „Die Schülerschaft dieser Schulen gehöre nicht zu der Risikogruppe.“ Die betroffenen Schüler seien ohne Beschwerden. Sie befindenden sich bis auf weiteres in häuslicher Quarantäne und nehmen bis zum Ausschluss der Infektion nicht am Unterricht teil.

Außerdem meldet die Stadt einen weiteren Fall: Ein Mann ist positiv auf das Corona-Virus getestet. Er hat erste Symptome einer Corona-Erkrankung wenige Tage nach seiner Rückreise aus Südtirol gezeigt. Er befinde sich bis auf weiteres in häuslicher Quarantäne. Damit gibt es momentan sieben Personen, die sich infiziert haben.

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