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Corona-Virus in Remscheid: Inzidenz steigt, Intensivbetten knapp

Corona-Virus in Remscheid : Inzidenz steigt, Intensivbetten werden knapp

Dem Gesundheitsamt zufolge gibt es in Remscheid aktuell 410 Bürger, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben und darum in häuslicher Quarantäne leben. Damit gibt es insgesamt 1229 positiv getestete Menschen in der Stadt.

798 Personen gelten als genesen, 21 Menschen, die unter anderem an Covid-19 gelitten haben, sind gestorben. Zusätzlich gibt es 759 Remscheider, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen. Die 7-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch bei 244,38 (Vortag 230,8).

Die Krankenhäuser meldeten am Mittwoch 30 an Covid-19 erkrankte Personen, die stationär behandelt werden müssen – neun davon auf der Intensivstation. Dem Sana-Klinikum zufolge sind die klinische Kapazität und die personellen Kapazitäten aktuell mit „rot“ zu bewerten. Die Intensivbetten werden knapp.

Die Situation in den umliegenden Kliniken ist ähnlich, eine Verlegung von Patienten ist nicht möglich. Aus Sicht des Krisenstabes ist dies jedoch eine Situation, die lokal in Remscheid oder auch regional im Bergischen nicht gelöst werden kann. Die Stadt bittet das Land um Hilfe – Bundeswehr-Sanitäter sollen die Krankenhausmediziner unterstützen.

Wegen eines infizierten Kindes in der ersten Jahrgangsstufe werden die Klassen Ma und Mb der GGS Hackenberg bis zum 12. November geschlossen. Von Quarantänemaßnahmen sind 56 Schüler und eine pädagogische Fachkraft betroffen. Möglicherweise gehen zudem vier Lehrkräfte in Quarantäne. Die Entscheidung hierüber liegt aber bei auswärtigen Gesundheitsämtern.

Weitere Maßnahmen betreffen mehrere Klassen und Lern- und OGS-Gruppen an der GGS Kremenholl. Drei Kinder und eine Lehrkraft wurden positiv getestet. In der Folge schließen die Klassen / Gruppen 2a, 2b, 3b, 4a, HSU (Heimat- und Sachunterricht) Klasse 1, HSU Klasse 3a sowie die OGS-Gruppe Klasse 4b bis zum 13. November (teils bis zum 12. November). 111 Kinder sowie sechs Mitarbeitende gehen in Quarantäne. Es gibt zudem einen Corona-Fall an der Sophie-Scholl-Gesamtschule, in dessen Folge die Klasse 9a in Quarantäne geht.

Die neue Corona-Schutzverordnung hat indes zur Schließung der 26 Bolzplätze in der Seestadt auf dem Berge geführt. Sie gelten als Freizeitsportanlagen und dürfen darum nicht betrieben werden. Gleiches gilt für die Parcours-Anlage am Remscheider Hauptbahnhof.

Wie zu Zeiten von Corona private Umzüge durchzuführen sind, um ein mögliches Ansteckungsrisiko auszuschließen, regelt die Corona-Schutzverordnung nicht. Deswegen gibt die Stadt Remscheid hierzu nachstehende Vorgaben. Wer hiergegen verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Denn auch bei privat organisierten Umzügen gilt grundsätzlich das Verbot von Zusammenkünften und Ansammlungen.

1. Die Umzüge sind dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) mindesten eine Woche zuvor schriftlich per E-Mail unter leitstelle.ordnungsamt@remscheid.de anzuzeigen.

2. Am Umzugstag sind alle am Umzug beteiligten Personen mit Vor- und Nachnamen, Anschrift und Telefonnummer zu dokumentieren. Die Liste ist vier Wochen lang aufzubewahren. Denn: Die einzelnen Personen müssen nach Infektionsschutzgesetz feststellbar sein, wenn später bekannt wird, dass jemand aus dem Kreis der Helfenden zum Zeitpunkt des Umzugs infiziert war.

3. Bei den Umzügen sind die Mindestabstände und allgemeine Hygienevorschriften nach dem Robert Koch-Institut (RKI) einzuhalten. Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Hinweis: Bei den Covid 19-Patienten im Krankenhaus muss es sich nicht zwangsläufig um Remscheider Bürger handeln.

(jado)