Buchholzen: Schlemmen in der Scheune

Gutes aus der Region : Schlemmen in der Scheune

Für einen Tag verlegten die Köche von Villa Paulus, Kromberg und Heldmann ihren Arbeitsplatz in die große Scheune von Bauer Kempe in Buchholzen. 85 Gäste probierten kreative Gerichte mit regionalen Produkten.

Bei Bauer Kempe in Buchholzen öffnete zum zweiten Mal die Genuss-Scheune. Für einen Tag verlegten die Köche von Villa Paulus, Kromberg und Heldmann ihren Arbeitsplatz in die große Scheune und tischten den 85 Gästen je zwölf verschiedene Leckereien mit regionalen Produkten auf.

Vom Hof in den Kochtopf und gleich auf den Tisch: Das Kikok-Huhn, die Wachteleier und Entenleber oder die Kaninchenrouladen – kürzere Anfahrtswege hatten die Produkte von Bauer Kempe wohl noch nie. Dort wo früher das Getreide gelagert und heute für gewöhnlich der Fuhrpark der Landwirtsfamilie steht, zierten am Donnerstagnachmittag frühlingshaft dekorierte Bierzeltgarnituren die große Scheune.

„Wir freuen uns, nach dem Premierenerfolg 2018, auch in diesem Jahr die Genuss-Scheune bei uns begrüßen zu dürfen“, sagte Markus Kempe. Die Veranstaltung sei eine gute Werbung sowohl für die drei Restaurants als auch für Kempe, deren Produkte hier verarbeitet und dem Kunden im neuen Gewand präsentiert wurden. Drei Kochinseln hatten sich die Köche der drei etablierten Remscheider Restaurants aufgebaut, an denen sie die fein zubereiteten Teller präsentierten und ausgaben. Doch vom Zubereitungsstress der Köche, die Gerichte sollten schließlich nicht nur hübsch aussehen, sondern auch noch warm bei den Gästen ankommen, bekamen die Besucher, mit einem perlenden Glas Wein in der Hand und den drei Speisen des ersten Gangs – Kikok-Huhn mit Pilzen und Pimiento de la vera, Kürbisbrioche mit Wachtelei und Hüttenkäse sowie Poke Bowl mit Sushi-Reis und Thunfisch – kaum etwas mit. Genüsslich nippten sie am Glas, probierten die fein drapierten Speisen auf dem Teller.

„Köstlich“, urteilten die Besucher einstimmig: „Es schmeckt uns außerordentlich gut“, sagte etwa Besucher Helge Milz. Die Restaurants seien ihm wohl bekannt und auch den Vorgänger der Genuss-Scheune, die Genuss-Fabrik, habe er immer gerne besucht. Doch in diesem Ambiente genoss er die feine Küche erstmalig. „Die Location ist mir eigentlich egal, solange alles schmeckt. Und das tut es.“ Auf eine besondere Speise konnte sich Besucherin Marion Schneider derweil nicht festlegen: „Ich freue mich einfach auf die Vielfalt.“

Besucher Erich Richtsfeld aus Hückeswagen habe bislang kaum einen Anlass verpasst, Genuss-Fabrik und -Scheune zu besuchen: „Es ist eine schöne Möglichkeit, alle Köche an einem Ort zu versammeln und von allen wieder etwas zu probieren.“ Auf was sich Richtsfeld am meisten freute? „Der Ahrenhorster Waller von Heldmanns.“

Doch nicht nur die Gäste äußerten ihre vollste Zufriedenheit mit der Genuss-Scheune, auch Petra Heldmann und Markus Kärst zeigten sich erfreut über Resonanz und Ablauf. „Wir haben hier bei Kempes die besten Voraussetzungen, genügend Strom und Kühlhäuser“, sagte Heldmann. Auch für die Köche sei ein solches Event besonders, betonte Kärst: „Man kommt mit den Kollegen zusammen und bekommt die Möglichkeit, auch bei den anderen zu probieren.“

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