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Wirtschaft im Kreis Mettmann: "Wenig Lohn in der Gastronomie"

Wirtschaft in Mettmann : „Wenig Lohn in der Gastronomie“

Die Gewerkschaft Nahrung. Genuss, Gaststätten beklagt: Die Bezahlung von Servicepersonal, Köchen und Hotelkräften liege im Kreis Mettmann um 45 Prozent unterm Durchschnitt.

Sie arbeiten, wenn andere frei haben, kommen mit ihrem Lohn aber kaum über die Runden: Köche, Servicekräfte und Hotelangestellte verdienen im Kreis Mettmann unterdurchschnittlich – und könnten aus Geldsorgen ihrer Branche immer häufiger den Rücken kehren. Davor warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und verweist auf eine Analyse der Hans-Böckler-Stiftung, die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ausgewertet hat. Demnach kommen Beschäftigte aus dem Gastgewerbe, die eine Vollzeitstelle haben, im Kreis Mettmann auf ein mittleres Monatseinkommen von aktuell nur 1998 Euro brutto. Zum Vergleich: Branchenübergreifend liegt der Durchschnitt bei einer Vollzeitbeschäftigung im Kreis bei 3620 Euro.

„Wenn Hotel- und Gastro-Beschäftigte 45 Prozent weniger verdienen als der Schnitt, dann darf sich keiner darüber wundern, dass sie sich in Zeiten der Corona-Krise einen neuen Job suchen. Denn viele von ihnen mussten monatelang mit dem Kurzarbeitergeld auskommen, ein Teil der Beschäftigten ist noch immer darauf angewiesen. Das sind harte Einbußen bei einem ohnehin niedrigen Einkommen“, betont Zayde Torun, Geschäftsführerin der NGG-Region Düsseldorf-Wuppertal. Obwohl die Wirte und Hoteliers ebenfalls stark von den Folgen der Corona-Pandemie getroffen seien, müsse nun alles dafür getan werden, Löhne und Arbeitsbedingungen attraktiver zu machen. Gelinge das nicht, dürfte es in vielen Hotels, Gaststätten und Cafés schon bald nicht mehr genügend Personal geben, warnt die Gewerkschafterin.

(dne)