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Verkehr: Probleme auf enger Straße.

Ratinger Verkehr : SPD: Formerstraße endlich entlasten

Die von Pendlern genutzte Abkürzung ist für Durchgangsverkehr ungeeignet. Bezirksausschuss berät. Angesichts der erheblichen verkehrlichen Herausforderungen der Erschließung des Schwarzbach-Quartiers wird jeder Entlastungsbeitrag dringend benötigt, auch der der K10n. Dazu habe die Verwaltung leider bisher nichts Verbindliches geliefert, so die SPD.

(RP/kle) Es ist ein Dauerbrenner. Und nun kommt wieder Tempo in die Debatte: Aus Sicht der SPD ist die Situation an der Formerstraße seit Jahren unbefriedigend. Daher hat die SPD größtes Verständnis für die Klagen der Anwohner. „Wir hätten das Problem ein für alle Male lösen können;“ sagt dazu Christian Wiglow, SPD-Fraktionsvorsitzender, „wenn vor Jahren unserem Antrag auf Sperrung der Formerstraße gefolgt worden wäre“.

Die Formerstraße sei in keinster Weise als Durchgangstraße geeignet. Sie ist zu schmal, es gibt auf weiten Strecken keinen Bürgersteig, und manche Anwohner treten aus der Tür und mitten auf die Fahrbahn. Ein unhaltbarer Zustand, den die Mehrheiten in Ratingen leider so hinnehmen, urteilt die SPD. Ein weiteres probates Mittel, Durchgangsverkehr zu verhindern, wäre auch die Umsetzung des seit Jahren beschlossenen Durchbaus der K10n zur Neanderstraße.

„So stehen im Haushalt 2020 endlich Planungskosten für den Weiterbau der K10n“, sagt Wiglow, „geplant wurde aber offenbar nichts bis heute“. Angesichts der exorbitant langen Planungszeit und der Unzahl an nicht eingehaltenen Zusagen („K10n ist fertig, wenn Esprit Outlet an den Start geht“ – so die Stadtspitze vor vielen Jahren) erwartet die SPD-Fraktion die Vorlage einer verbindlichen Zeitschiene zur Umsetzung.

Angesichts der erheblichen verkehrlichen Herausforderungen der Erschließung des Schwarzbach-Quartiers wird jeder Entlastungsbeitrag dringend benötigt, auch der der K10n. Dazu habe die Verwaltung leider bisher nichts Verbindliches geliefert.

Am 25. Juni 2020 hat die SPD- Fraktion einen entsprechenden Antrag gestellt hatte, das Thema zu beraten und dabei Lösungsvorschläge gemacht, wie im Einfahrtsbereich der Formerstraße an der Neanderstraße ein „Bremsschwelle“ anzubringen (wie im östlichen Bereich) und die Beschilderung zum Gewerbegebiet Voisweg/Ost zu überprüfen, um Verkehre durch die Formerstraße und das dortige Wohngebiet zu vermeiden. Mit Anträgen vom 4. Juli und 18. November hätten die CDU bzw. BU nachgezogen und ebenfalls Anträge gestellt. „Endlich haben diese beiden Fraktionen, die bisher wirksame Lösungen blockiert haben, auch den Ernst der Belastungen für die Formerstraße erkannt“, so Wiglow. „Daher werden wir am 1. Dezember im Bezirksausschuss Mitte erneut die Sperrung der Formerstraße beantragen.“