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TuS Breitscheid bindet seine Mitglieder in die Zukunftsplanung ein

Aus den Vereinen : Miteinander trotz Abstand

Wie soll der der TuS Breitscheid in zehn Jahren aussehen? Die Mitglieder sind aufgerufen, ihre Ideen einzubringen. Der Vorsitzende Taner Egin-Richter lobt die Solidarität im Klub.

Das Jahr 2020 ist auch für den TuS Breitscheid ein wechselvolles gewesen – das wurde nicht zuletzt auf der Jahreshauptversammlung deutlich, als sich die Mitglieder nur in kleinerem Rahmen mit rund 30 Personen auf Abstand in der Turnhalle mit dem Vorstand treffen konnten. Weitere 20 Mitglieder waren per Video zugeschaltet. „Diese Umstände brachten schon Herausforderungen für alle Beteiligten mit sich“, kommentiert der Vorsitzende Taner Egin-Richter rückblickend. „Einzelne Stühle mit Abstand zueinander, schlechte Akustik und vor allem niedrige Temperaturen waren nicht gerade ideale Voraussetzungen. Das Problem der mangelnden Internet-Versorgung der Halle zumindest haben Peter Kotseronis und Armin Zielke mustergültig lösen können. “

Die Einschränkungen im Lockdown durch die Coronavirus-Pandemie sind beträchtlich. „Trotzdem hatten wir nur eine einzige dadurch veranlasste Kündigung eines Mitglieds“, sagt Egin-Richter, der sich für diese Solidarität ausdrücklich bedankt. Mit viel Einfallsreichtum schuf der TuS eine „virtuelle Verbundenheit“, der Stammtisch der Triathleten wurde so etwa ins heimische Wohnzimmer verlegt, es gab Online-Trainings-Tipps unter „Triathlon fit@home“, der Bereich „Fitness und Kurse“ auf der TuS-Website wurde runderneuert. „Die neue Website, die Peter Kotseronis ganz maßgeblich aufgebaut hat, war und ist ein Glücksfall für unsere Kommunikation“, betont Kommunikationsleiter Rüdiger Welsch. „Was ich mir aber sehr wünsche ist, mehr Feedback von den Mitgliedern.“

Die will der TuS ohnehin auch trotz des Abstandes mehr einbinden. Zwar haben die Breitscheider Arbeitsgruppen gebildet, um wichtige Zukunftsthemen zu bearbeiten, die Mitglieder kommen aber alle aus dem Bereich Leichtathletik/Triathlon. „Um aber den Verein im Sinne aller Abteilungen und Mitglieder weiterzuentwickeln, reicht das nicht. Vielmehr ist die Mitarbeit möglichst vieler weiterer Mitglieder gefragt“, betont Egin-Richter und ergänzt: „„Die Führungskrise in 2018, als der Fortbestand unseres TuS auf der Kippe stand, hat gezeigt, dass wir so viele engagierte Mitglieder haben. Auf genau die zähle ich auch jetzt.“ Dem TuS-Vorsitzenden ist wichtig: „Langfristig gesehen müssen wir jetzt eine konkrete Vorstellung davon entwickeln, wie der TuS in zehn Jahren aussehen soll und dann gezielt darauf hinarbeiten.“ Wer da Ideen einbringen will, kann Egin-Richter anrufen unter 0172/7123082 oder ihm an vorstand@tus-breitscheid.de eine Mail schreiben.

Ein Thema, das der TuS berät, ist die Frage, ob der einheitliche Beitragssatz noch zeitgemäß ist. Darüber hatte der Klub schon auf seiner Jahreshauptversammlung diskutiert. „Wir schlagen vor, für ausgewählte Kurse einen maßvollen Zusatzbeitrag zu erheben“, erläuterte Chantal Gobrecht damals. „Nur so ist es uns möglich, neue Kurse mit exzellenten Trainern kostendeckend anzubieten.“ Dies führte erwartungsgemäß zu Diskussionen. Dabei gaben die Anwesenden gute Anregungen, wie man dies fair für die Mitglieder gestalten kann, ohne Verluste einzufahren. Der Vorstand versprach, dies zu prüfen. So wurde letztlich der hierfür erforderlichen Änderung der Beitragssatzung mit großer Mehrheit stattgegeben.

Desweiteren wurde „Ex-Vorstand“ Jürgen Bock entlastet und wie Wolfgang Regh einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt. Neuer Kassenprüfer ist nun Jannick Hassels, sein Stellvertreter Cedric Gobrecht.