Handball: Starke Abwehr sichert TVR zwei Punkte

Handball : Starke Abwehr sichert TVR zwei Punkte

Mit Rückkehrer Philipp Jochems ließ der Handball-Verbandsligist beim 28:19 nur wenig Tore zu.

(wm) Fünf Jahre hatte Philipp Jochems nicht mehr in der „Ersten“ gespielt beim TV Ratingen. Sein Studium in Mainz und dann der Job dort ließ keinen belastenden Handball mehr zu. Der Reserve allerdings stellte er sich, wenn es zeitlich ging, zur Verfügung. Nun bat ihn Jörg Schomburg, der neue Cheftrainer, im Verbandsliga-Heimspiel gegen den Aufsteiger VfR Saarn, mitzuhelfen. Und dann bot der 32 Jahre alte Chemiker eine Klasseleistung, als sei er niemals weg gewesen. „Ich sollte mich, wie es der Trainer vorgab, im Schwerpunkt auf die Abwehr konzentrieren“, so Jochems. „Aber gelegentlich hielt es mich nicht hinten, und dann lief es auch vorne gut.“ Und so blieb der Aufsteiger VfR Saarn trotz seiner guten ersten 20 Minuten (der TV lag 6:9 hinten) chancenlos. Der TV Ratingen siegte 28:19 (11:9) und hätte viel höher gewinnen können, wenn man die Schlussphase ernster genommen hätte. Aber im frühen Siegestaumel kommt das vor, dass man die letzten Minuten nicht mehr sonderlich konzentriert angeht.

Zur Pause war noch gewisse Skepsis angesagt. Handball-Boss Marcus Otten zu diesem Zeitpunkt: „Das wird hier noch verflixt eng. Wir müssen zulegen.“ Seine Schützlinge hörten das nicht, aber die Steigerung folgte. Marco Sobotta kam nun zwischen die Pfosten, er hielt mehrere gute Schüsse und das gab viel Stabilität. Aber die Deckungsarbeit stimmte einfach, Saarn hatte mir viel Tempo begonnen und das konnte der Aufsteiger aus Mülheim nicht durchhalten.

Das nutzten die Ratinger. Metelmann hatte endlich einmal keinen lästigen „Polizisten“ neben sich rumturnen und traf nun nach Maß, Chris Schweinsbeg zeigte sich als sicherer Siebenmeter-Schütze, Max Beckmann holte einige heraus und nach 44 Minuten war ein Zehn-Tore-Vorsprung (23:13) rausgeschossen. Der junge Lars Friedrichs erzielte diesen sehenswerten Treffer mit feinem Alleingang. Aber auch der mit 20 Jahren gleichaltrige Lars Schmit bekam dann erhebliche Spielanteile, sie waren gut.

Jörg Schomburg war zufrieden. Er stellte erst einmal klar: „Ich bin Cheftrainer, wie es der Vorstand beschlossen hat, aber Jonas Gorris ist völlig gleichberechtigt. Wir liegen auf einer Wellenlänge. Wir werden als altgediente Handballer nie Probleme bekommen. Dieser Sieg hier war wichtig für die Moral. Er zeigte, was in der Mannschaft steckt.“

TVR: Scholz, Sobotta - Schweinsberg 4/4, Metelmann 4, Heimes, Abs, Tristan Beckmann 6/3, Max Beckmann 2, Friedrichs 1, Carnecki 3, Jochems 5, Schmidt 3.