Eishockey: Ice Aliens hadern mit der Chancenverwertung

Eishockey: Ice Aliens hadern mit der Chancenverwertung

Am Wochenende gab es zwei Pleiten für den Eishockey-Regionalligisten.Trainer Sikorski ist dennoch nicht gänzlich unzufrieden.

Nach ganzen 17 Spieltagen standen Krystian Sikorski am Wochenende endlich alle Spieler zur Verfügung – sportlich hat es dem Trainer der Ratinger Ice Aliens in der Eishockey-Regionalliga nicht geholfen. Nach den beiden Niederlagen gegen Hamm (2:5) und in Soest (2:4) sieht der Übungsleiter der Außerirdischen allerdings nur einen Punkt kritisch. „Ich kann meiner Mannschaft nur einen Vorwurf machen: Wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, sagte Sikorski nach der unnötigen Niederlage beim direkten Konkurrenten Soester EG.

„Wir hätten noch drei Drittel spielen können und hätten das Tor nicht getroffen. So ist das manchmal. Wir hatten uns das anders vorgestellt“, sagte Sikorski weiter. Dabei hatte der Sonntagabend vor 156 Zuschauern im eiskalten Eissportzentrum Möhnesee so gut begonnen. Alexander Schneider (4.) hatte die Außerirdischen bereits in der Anfangsphase in Führung gebracht. Mitte des ersten Abschnitts glich Igor Furda (11.) für die Hausherren aus. So ging es mit einem unzufriedenstellenden 1:1 in die erste Pause. „Wir hatten sicherlich drei bis vier hochkarätige Chancen. Das gleiche auch im zweiten Drittel“, erläuterte Sikorski etwas ratlos.

So kam es wie so oft: Die Aliens dominierten die Begegnung, ohne Kapital daraus zu schlagen – Soest hingegen schlug eiskalt zu. Ben Wilhelm Busch (27.) erhöhte im Mittelabschnitt auf 2:1 für die Platzherren und legte im Schlussabschnitt mit seinem zweiten Treffer nach (50.). Aliens-Kapitän Dennis Fischbuch gelang knapp eine Minute später der Anschlusstreffer, der dem Ratinger Spiel noch einmal guttat, weil die Außerirdischen in der Schlussphase mächtig drückten. Als Sikorski zwei Minuten vor der Schlusssirene alles auf eine Karte setzte und seinen Goalie Christoph Oster für einen zusätzlichen Feldspieler aus dem Gehäuse holte, entschied Martin Benes zehn Sekunden vor dem Ende die Partie zugunsten der Soester.

„Wir haben alles versucht und alles auf eine Karte gesetzt. Das ist bitter für uns am Ende“, sagte Sikorski und hob noch einmal hervor: „Wichtig ist mir immer die Einstellung der Mannschaft. Und die hat in beiden Spielen am Wochenende gestimmt. Gerade in Soest waren wir die bessere Mannschaft. Davon kann man sich jetzt leider nichts kaufen.“

Positiv waren auch die bisherigen Auftritte von Neuzugang Michal Plichta. Der Tscheche, den Sikorski aus seiner Zeit als Trainer der Dinslakener Kobras bestens kennt, wird den Aliens mit seiner agilen Art, Eishockey zu spielen, weiterhelfen. Trotzdem tritt der Coach ein wenig auf die Bremse. „Michal brauch noch eine gewisse Zeit, um sich zu akklimatisieren. Er hat zwei bis drei sehr gute Möglichkeiten herausgespielt und sich selbst am meisten drüber geärgert, dass er nicht getroffen hat.“

Mit dem Kopf ist Sikorski schon beim nächsten Wochenende, das für die Ratinger „kein Spaziergang wird.“ Am Freitag (20 Uhr) wollen wir Außerirdischen beim Neusser EV Revanche für die 2:3-Heimniederlage vor einem Monat nehmen. Am Sonntagabend (18 Uhr) sind die Dinslakener Kobras am Sandbach zu Gast. „Wir müssen punkten“, fordert Sikorski.

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