Handball: Entfesselte Lintorfer schießen den Ersten ab

Handball: Entfesselte Lintorfer schießen den Ersten ab

Nach dem Seitenwechsel demontiert der Handball-Verbandsligist den TSV Aufderhöhe und siegt 37:25.

(wm) Da war der Teufel los in der Lintorfer Sporthalle. Der TuS 08 ist das erste Verbandsliga-Team, das den bisher unbesiegten Tabellenführer TSV Aufderhöhe bezwingen konnte. Und wie! Die Lintorfer siegten in ihrem mit Abstand besten Saisonspiel 37:25 (17:13) und da gab es nach dem Schlusspfiff der guten Schiedsrichter Lettermann/ Monschau aus Wuppertal nur eins: Standing Ovations.

Die Schützlinge von Trainer Markus Wölke spielten sich nach dem Wechsel in einen Rausch, der nach dem Abpfiff selbst vom Erzrivalen Aufderhöhe mit fairem Applaus bedacht wurde. „Jetzt wissen wir, wozu die Mannschaft fähig ist“, sagte Manager Kalle Töpfer und sein Coach Wölke ergänzte: „Dieser Kantersieg passt perfekt zum Weihnachtsfest. Ich habe das aber schon im Training gespürt. Die Mannschaft wollte dem Spitzenreiter zeigen, dass sie erheblich stärker ist, als es die Tabelle aussagt. Sie war die gesamte Woche mit unglaublichem Herzblut bei der Sache.“

Und noch einer ließ seinem Jubel freien Lauf: Kai Klause. Der ist gerade 20 Jahre alt, er trumpfte aber auf, als würde er schon ewig in diesem Team spielen. Und auf die Frage, ob es das beste Spiel seines noch jungen Lebens gewesen ist, da meinte er: „Bestimmt nicht. Ich kann besser spielen. Aber das ist Nebensache. Die Mannschaft hat eine große Leistung gezeigt, 60 Minuten lang. Und dann ist es nicht schwer zu glänzen. Die Passe kamen präzise, die Laufwege sind gelungen, jeder hat für seinen Nebenmann gespielt. Das hat mächtigen Spaß bereitet.“

Dabei ließ Markus Wölke dieses Super-Talent fast nur im Angriff spielen. Die kraftraubende Abwehrarbeit mussten andere robuste  Spezialisten ausführen. Ein vollauf gelungener Schachzug. Anschließend ging es zur Weihnachtsfeier und wie lange die anhielt, ist nicht bekannt.

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Es stimmte sportlich einfach alles bei den Gastgebern. So zeigte Schlussmann Tobi Töpfer (15 Paraden) sein bestes Saisonspiel und völlig entfesselt war der Auftritt von Sebastian Thole. Der knapp zwei Meter große Rückraum-Torjäger setzte dem Tabellenführer zehn Bälle in die Maschen. Zudem spielte wieder ungeheuer stark auf der rechten Seite Christoph Lesch. Tim Bauerfeld bestach mit einer Klasse-Abwehrleistung.

Am kommenden Samstag haben die Lintorfer wieder Heimrecht, die Bergischen Panther II kommen zum Rückrunden-Abschluß. In dieser Glanz-Verfassung ist auch der Tabellendritte zu schlagen.

TuS Lintorf: Töpfer, Gerdes - Friedrich 3, Lenzen 1, Bauerfeld 1, Büttner 3, Thole 10, Löwenstein 5, Pfeiffer, Klause 7, Lesch 5, Mielke 3.
Zuschauer: 110.

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