Eishockey: Ice Aliens blicken selbstbewusst auf das Spiel gegen Hamm.

Nach Sieg in Neuwied: Aliens gehen selbstbewusst ins Top-Spiel

Gegen Tabellenführer Hamm gab es zwei 1:6-Klatschen. Doch Freitag soll sich das nicht wiederholen. Der Grund: Neues Selbstbewusstsein.

Im Sport gibt es für das Selbstvertrauen nur ein Allheilmittel: Siege. Und deshalb sind die Ratinger Ice Aliens aktuell mit einem dicken Motivationsschub ausgestattet. „Der Sieg am Sonntag in Neuwied tat extrem gut“, sagt Dennis Fischbuch. Doch der Kapitän des Eishockey-Regionalligisten weiß: „Die nächste Aufgabe wird nochmal eine Schippe härter.“ Am Freitagabend (20 Uhr) geht es für die Ratinger im Heimspiel gegen den Tabellenersten aus Hamm.

Auf Trainer Sikorski wartet eine fast ungewohnte Situation: Die Aliens könnten nach langer Zeit in dieser Saison mal wieder vollständig anwesend sein. „Das wäre natürlich schön“, sagt der Coach abwiegelnd. „Aber warten wir mal ab, wie viele Spieler mir wirklich zur Verfügung stehen.“ So stellt sich die Frage, in welcher Reihe Zugang Michal Plichta spielen könnte. Sikorski mag sich da nicht in die Karten schauen lassen. „Er ist so gut, er kann die erste, zweite oder dritte Reihe verstärken“, sagt der Coach. „Wir werden sehen, mit welchen Reihen wir auflaufen.

Für die Aliens wäre wichtig, mal wieder längerfristig vollständig zu sein. Denn nur so können sich Sturmreihen wirklich einspielen. In der laufenden Saison war das eher ein Mischmasch – Sikorski musste irgendwie zusammenwürfeln, was gerade da war.

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Dass das jedoch erfolgreich sein kann, bewies das Team am Sonntag, als die Außerirdischen mit einem absoluten Rumpfkader mit einem 3:2-Erfolg gleich alle drei Punkte aus Neuwied entführten. Vor allem Fischbuch erhält ein Sonderlob vom Trainer. „Dennis hat die Mannschaft wirklich zum Sieg geführt und eine tolle Leistung gezeigt“, betont Sikorski. Der Angesprochene verteilt das Lob gleich weiter. „Das war in dieser Saison mit Abstand unser bestes Spiel. Gegen Neuwied hat man gesehen, was geht, wenn alle an einem Strang ziehen und nach vorne marschieren. Selbst als wegen der langen Unterbrechung (kaputtes Eis, Anm. d. Red.) nicht klar war, ob weitergespielt wird, saßen wir alle in der Kabine und waren total heiß, wollten das Spiel unbedingt zu Ende bringen.“ 

Doch gegen Hamm wird das allein nicht reichen. „Das ist schon eine brutal gute Mannschaft“, sagt Fischbuch, der allerdings auch seine eigenen Mitspieler lobt. „Die beiden Brazdas sind wieder dabei und bringen viel Qualität, unser Zugang Michal Plichta ist ebenfalls ein richtig guter Spieler.“

In den bisherigen Spielen gegen Hamm gab es zwei 1:6-Klatschen. Doch nun sind die Außerirdischen erstmals vollzählig. „Wir sind trotzdem Außenseiter“, betont Fischbuch. „Aber gerade deshalb können wir befreit aufspielen.“

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