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Lokalsport: Lintorf geht zum Auftakt richtig baden

Lokalsport : Lintorf geht zum Auftakt richtig baden

Die blutjunge Handball-Mannschaft hat im Oberliga-Duell gegen Dinslaken nichts zu bestellen - 26:39

Nach dem Abpfiff des Oberliga-Auftaktspiels von TuS Lintorf gegen den MTV Dinslaken, die Lintorfer verloren haushoch 26:39 (14:21), da setzten sich die Führungsleute des TuS 08 erst einmal etwas ab. Also Cheftrainer Christian Beckers, Manager Kalle Töpfer und Betreuer Andreas Boes. Was sie sich zu sagen hatten, sollte den Rest in der Lintorfer Sporthalle nichts angehen.

Boes, der frühere Tiefenbroicher Fußball-Torwart und nun allein schon wegen seiner ausgeprägten EDV-Kenntnisse wichtiger Mann im Lintorfer Umfeld, fasste es als erster zusammen: "Es kommen mit Sicherheit bessere Tage. Wir trafen gleich zum Saisonstart auf einen turmhoch überlegenen Gegner und das war vielleicht gar nicht einmal so schlecht. Mit unserer ganz jungen Truppe müssen wir Geduld haben, das ist nun das Allerwichtigeste."

Da liegt der 52-Jährige, der immer noch im Tor steht, und zwar in der 3. Handball-Mannschaft des TuS 08, völlig richtig. Eine so junge Truppe haben die Lintorfer noch nie ins Punkte-Rennen geschickt. Sie konnte weder in Sachen Schnelligkeit, noch athletisch oder bei der Spielraffinesse mithalten. Die 21 Gegentore vor dem Wechsel waren zur Hälfte Dinslakener Tempogegenstöße. Diese Gäste-Truppe bestrafte hier schon einfach alles, was der TuS 08 so falsch machte. Und das war eine Menge.

Kalle Töpfer war dann, lange nach dem Abpfiff, auch bereit zu reden. "Wir wussten genau, was auf uns zukommt", sagte der frühere Bundesligaspieler. "Aber 39 Gegentore in eigener Halle ist zu viel. Zudem haben beide Torleute nichts gehalten."

Er verschonte also auch seinen Sohn Tobias nicht, der vor dem Wechsel nur fünf Bälle hielt. 21 Bälle durfte er aus seinem Netz angeln. Aber Laurits Gerdes war anschließen noch schwächer. Der 20-Jährige hielt erst in der Endphase einige Bälle, als Dinslaken auf Kantersieg spielte. Aber Lintorfs gesamte Abwehr war in der Athletik völlig überfordert.

Christian Beckers meinte: "Wir hatten 22 Fehlwürfe. Es reichte hinten und vorne nicht." Es stehen nur noch zwei Routiniers auf dem Feld, Marius Haverkamp und Christoph Lesch. Haverkamp soll es in der Mitte richten, aber 60 Minuten Kraft-Handball, das ist zuviel. Ihm müssen künftig unbedingt Pausen eingeräumt werden. Lesch erwischte einen rabenschwarzen Tag. Ihm gelang eigentlich nichts. Aber solche Tage müssen auch ihm gestattet sein. Der 33-Jährige hat im Grün-Weißen Trikot schließlich oft genug den Beweis erbracht, ein vorzüglicher Linkshänder zu sein.

TuS 08: Töpfer, Gerdes - Friedrich, Pfeiffer 1, Lenzen 8, Ludorf 1, Lesch 2, Obermayer, Renner, Löwenstein 5, Kropp 4, Haverkamp 5/1,

Zuschauer: 96.

(w-m)