Lokalsport: Ice Aliens gewinnen Spitzenspiel in Neuwied

Lokalsport: Ice Aliens gewinnen Spitzenspiel in Neuwied

Der Kampf um Platz drei in der Eishockey-Regionalliga wird nach dem 4:3-Erfolg der Außerirdischen noch einmal spannend.

Im Kampf um den dritten Platz in der Regionalliga West haben die Ratinger Ice Aliens ein Ausrufezeichen gesetzt und ein Sechs-Punkte-Wochenende gefeiert. Im direkten Vergleich mit den drittplatzierten Bären Neuwied erkämpfte sich der Eishockey-Regionalligist einen 4:3 (2:0, 1:2, 1:1)-Auswärtssieg. "Es war ohne Zweifel ein ganz wichtiger Sieg in Neuwied. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Die Mannschaft hat sich aufgeopfert. Es war ein Arbeitssieg", sagte der zufriedene Aliens-Coach Achim Johnigk. Beim Achten Luchse Lauterbach fuhren die Außerirdischen einen 6:3 (1:0, 4:1, 1:2)-Sieg ein.

Durch die beiden Erfolge haben die Aliens zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde den Abstand auf Neuwied voraussichtlich auf drei Zähler verkürzt. Die Bären lagen in Soest im zweiten Drittel 5:4 in Führung (Ergebnis bei Redaktionsschluss nicht bekannt). Sicher ist, dass die Ratinger mit Heimrecht in die Play-offs gehen werden, weil Hamm (Fünfter) elf Punkte zurückliegt.

Mit Soest und Dinslaken haben die Aliens nun zwei machbare Gegner - Neuwied bekommt es zwar ebenfalls mit Dinslaken, jedoch auch noch mit dem Zweiten aus Herford zu tun. Die Mannschaft vom Sandbach hat es zwar nicht selber in eigener Hand, hat in den beiden Spielen jedoch gezeigt, wie heiß sie auf den dritten Platz ist.

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In Neuwied legte Milan Vanek furios los. Der Routinier brachte die Gäste nach nur 17 Sekunden in Führung. Drei Minuten später folgte eine sehr kuriose Entscheidung des Schiedsrichtergespanns. "Einer unserer Verteidiger wurde in unser Tor gecheckt, dafür gab es dann einen Penalty für Neuwied, den Christoph Oster, der insgesamt ein sehr gutes Spiel gemacht hat, gehalten hat", erklärte Johnigk. Thomas Dreischer erhöhte 28 Sekunden vor der ersten Pause auf 2:0. Im zweiten Abschnitt zeigten die Hausherren eine Reaktion. Martin Brabec (24., 28.) besorgte mit seinem Doppelpack den Ausgleich. Die Antwort der Aliens ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Stepan Kuchynka ließ nur 15 Sekunden von der Uhr laufen, bis er die Scheibe zur erneuten Führung im Bären-Gehäuse unterbrachte. Eben jener Kuchynka war es auch, der mit seinem Treffer zum 4:2 für die Entscheidung im Schlussabschnitt sorgte. Knapp zwei Minuten vor dem Ende gelang Sven Schlicht nur noch der Anschlusstreffer für die Gastgeber. Für die negativen Highlights der Begegnung sorgte Neuwieds Torhüter Felix Köllejan, der mehrmals absichtlich das Tor aus der Verankerung riss und zu allem Überfluss noch mit den Schiedsrichtern diskutierte, was am Ende eine Spieldauer-Disziplinarstrafe zur Folge hatte. Insgesamt verteilten die Referees 132 Strafminuten - 74 für Neuwied, 58 mussten die Aliens abbrummen. "Da waren auf beiden Seiten ärgerliche Strafen dabei, die keiner verstanden hat", befand Johnigk.

Beim Gastspiel in Lauterbach war es Tobias Brazda, der die frühe Aliens-Führung nach nur 95 Sekunden erzielte. Mit Beginn des zweiten Drittels ließen die Außerirdischen keine Zweifel mehr am Auswärtssieg aufkommen. Stepan Kuchynka, Daniel Fischbuch, der einen Doppelpack erzielte und Alexander Schneider schraubten das Ergebnis noch vor Halbzeit der Partie auf 5:0 hoch und sorgten damit frühzeitig für die Entscheidung. Im Schlussdrittel erzielte Fischbuch mit seinem Hattrick das 6:3, zwischenzeitlich hatte Lauterbach sich auf 5:3 herangespielt. "Wir müssen zwölf Punkte holen, sonst können wir Platz drei vergessen", hatte Routinier Vanek vor den entscheidenden Spielen gesagt - sechs davon haben die Aliens sicher.

(law)