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Schützenkirmes in Radevormwald - eine gemischte Bilanz

Schützenfest Radevormwald : Kritik an Schützenkirmes – aber auch viel Zuspruch

Die Veranstalter sind mit der Resonanz an Besuchern zufrieden. In den sozialen Netzwerken wird jedoch über die Kirmes auch gelästert.

Werner Grimm und seine Mitstreiter vom Schützenverein Radevormwald sind mittlerweile gewohnt, dass es nach den jährlichen Kirmesfeierlichkeiten Kritik gibt. „Wenn das sachlich ist, dann ist es o.k“, meint der Geschäftsführer der Schützen. Auf Facebook gab es nach dem Wochenende in einer Radevormwalder Gruppe allerdings eine lebhafte Diskussion darüber, ob die Kirmes ein Erfolg war oder nicht. Zu klein sei das Angebot gewesen, die Absperrungen zu weiträumig, und die versprochene Achterbahn leider nicht da – so schimpfen manche Kommentatoren.

„Die Achterbahn war tatsächlich nicht da“, räumt Werner Grimm (Foto: schützen) ein. Die Hintergründe seien noch nicht ganz geklärt, unklar sei auch, ob in diesem Fall den Schaustellern, die ihr Kommen versprochen hatten, eine Nachzahlung drohen könnte.

Ansonsten sind die Schützen aber mit dem Fest zufrieden. Das Angebot sei zwar kleiner gewesen. „Aber die Besucherzahlen waren o.k“, sagt Grimm. Auch die Schausteller seien im Großen und Ganzen zufrieden. Mehr Luft nach oben gebe es für die Beschicker freilich immer. „Wir pflegen mit ihnen einen guten Kontakt, veranstalten beispielsweise einen eigenen Schießwettbewerb für die Schausteller“, sagt der Schützen-Geschäftsführer. „Das gibt es auch nicht überall.“

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Was die teilweise harsch formulierte Kritik in den „sozialen“ Medien angeht, dürfe man diese Stimmen nicht überbewerten. Da werde oft gemeckert um des Meckerns willen, „oft von Leuten, die gar nicht zur Kirmes gehen“, meint Grimm. Er erinnert sich an die Empörung, als vor einigen Jahren der Schützenverein auf das Festzelt verzichtete, weil es sich nicht mehr rentierte.

Im benachbarten Remscheid-Lennep hatte der Schützenverein im vergangenen Jahr nach einer verkorksten Kirmes resigniert und sich aufgelöst. Dass bei den Rader Schützen der Frust irgendwann so hoch steigt, ist laut Werner Grimm nicht zu befürchten. „In Lennep gab es besondere Probleme“, sagt er. „Vor allem der Wechsel des Veranstaltungsortes.“ Erfreulich für die Schützen als Kirmes-Veranstalter ist, dass ihnen im Netz auch viele Kommentatoren beispringen. „Ich wohne erst seit kurzem hier und muss wirklich sagen, dass hier ‚ne Menge für die Leute gemacht wird“, schreibt ein Bürger. Das ständige Genörgel sei nicht nachvollziehbar. Ein anderer Kommentator meint lakonisch: „Seit doch lieber froh, dass es noch eine Kirmes gibt in Rade.“

(s-g)