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Zu schnelle Autofahrer auf der Uelfestraße in Radevormwald - kommen nun Schwellen?

Verkehrsberuhigung in Radevormwald : Bekommt die Uelfestraße Schwellen?

Weil der Ausschuss für Verkehr und der Bauausschuss sich nicht einigen konnten, sollen am Dienstag die Mitglieder des Hauptausschusses entscheiden, ob die Straße Schwellen bekommt. Die Anwohner verfolgen das mit Spannung.

Am heutigen Dienstag soll die Politik im Haupt- und Finanzausschuss eine Entscheidung treffen, die vor allem Anwohner der Uelfestraße betrifft. Die seit zwei Jahren diskutierten Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit werden erneut vorgelegt. Konkret geplant sind zwei große Aufpflasterungen, eine im Einmündungsbereich der Hochsteinstraße und eine weitere auf Höhe des Zugangs zum Friedhof der Martini-Gemeinde. Zusammen werden sie bis zu 60.000 Euro kosten.

Der Ausschuss für Kultur, Tourismus und Verkehr hatte am 18. April 2018 eigentlich schon diese Maßnahme empfohlen. Doch im Februar diesen Jahres gab es ein Hemmnis: Die Mitglieder des Bauausschusses konnten der Empfehlung des Verkehrsausschusses nicht folgen. Und wenn zwei Ausschüsse nicht übereinkommen, muss der Haupt- und Finanzauschuss entscheiden.

Auf der Uelfestraße herrscht streckenweise ein Tempo-30-Gebot und zwar im Nahbereich des Altenheims und des Kindergartens. Doch das kümmert viele Fahrer nicht. Im Oktober 2017 gab es eine Messung, bei der sich zeigte, dass 83 Prozent der Wagen schneller als mit 30 Stundenkilometer unterwegs waren. 23 Prozent fuhren sogar schneller als 50 Stundenkilometer. Das Tempo-30-Schild reicht also offensichtlich nicht aus, um das Gebot durchzusetzen. So entstand die Idee, mit Aufpflasterungen, also einer stellenweise angehobenen Fahrbahn, die Verkehrsteilnehmer zu einem pfleglichen Tempo zu bewegen. Doch im erwähnten Bauausschuss meldeten mehrere Mitglieder Bedenken an. So erklärte Ralf-Udo Krapp (CDU), dass eine solche Fahrbahnerhebung den Rettungsweg für das Altenheim erschweren könnte. Klaus Haselhoff (RUA) meinte, optische Zeichen wie Querstricke, Kindersymbole oder Markierungen seien ein besserer Weg. Auch FDP-Ratsmitglied Rainer Röhlig sprach sich gegen die Aufpflasterung aus. Eine durchgängige 30er-Zone für die Uelfestraße ist laut Bernd Bornewasser (Grüne) problematisch, weil die Uelfestraße eine Ausweichstraße für die Kaiserstraße ist.

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Diskutiert wurde bei den vergangenen Beratungen auch der Gedanke, durch wechselseitiges Parken die Raser zu bremsen. Von dieser Idee jedoch kam man ab, denn die Folge wäre „das regelmäßige, punktuelle vollständige Erliegen des Straßenverkehrs in der Uelfestraße“, so die Einschätzung der Verwaltung. Anders ausgedrückt: In der Straße würden sich die Autos stauen und für Lärm und Schadstoffbelastung sorgen.

Probleme mit Verkehrsteilnehmern, die zu schnell fahren, hatten auch Anwohner an der Ispingrader Straße beklagt. Auf Antrag von Bündnis 90/Grüne wurde dort ebenfalls eine Tempo-30-Zone eingerichtet. Allerdings kritisierte Grünen-Ratsmitglied Bernd Bornewasser, dass mit einem einfachen Tempo-30-Schild das neue Geschwindigkeitsgebot offensichtlich bei vielen Fahrern noch keinen Eindruck mache. Daher plädiert er für Markierungen auf der Fahrbahn.