Radevormwald: Männerchor schwelgt in Nostalgie

Chöre in Radevormwald : Männerchor schwelgt in Nostalgie

Der Kirchenchor Cäcilia St. Josef Vogelsmühle nimmt Besucher im Wülfingmuseum mit auf eine Reise in die alte Zeit.

Der große Ausstellungsraum im Wülfingmuseum diente am Sonntagnachmittag kurz vor Konzertbeginn als Proberaum für einen Chor. Dort, wo einst die lauten Textilmaschinen ratterten, füllten nun leichte und langgezogene Ü-Laute den Raum. Chorleiter Bernhard Nick gab den Ton an, seine Sänger des Kirchenchores Cäcilia St. Josef konzentrierten sich auf die Einsätze. „Schön leicht singen. Ja, sauber. So ist es gut“, lobte er seinen Männerchor. Nur wenige Minuten später waren es genau die leichten Melodien, die im alten Gemäuer die Herzen der Besucher eroberten.

Ein „Nostalgie-Cafe´“ stand an, das der Männerchor erstmals im Museum darbot. Alte bekannte Volks- und Seemannslieder hatten die Herren ausgewählt und einstudiert. Dazu konnten die Besucher gemütlich an den Tischen Kaffee und Kuchen einnehmen und später alte Fotos aus den Wupperorten per Diavortrag erleben.

„Eine tolle Idee, die hier umgesetzt wird. Wir sind gerne gekommen und genießen die Musik“, sagten Ingeborg und Manfred Rieken. Das Paar war schon früh ins Wülfingmuseum gekommen, um einen schönen Platz zu erhaschen. Die Plätze im Cafe füllten sich dann auch rasch, was die Akteure sehr freute. „Wir sind sehr erstaunt über den guten Zuspruch unseres Nostalgiecafés“, sagte Rolf-Werner Waldhausen. Er hatte in einem Veranstaltungsteam den Cafe-Nachmittag organisiert. „Wir wollten einmal schöne alte Lieder mit alten Aufnahmen von den Wupperorten zusammenfügen und die Wupperorte somit unterstützen“, sagte er.

Chormitglied Richard Hückesfeld konnte mit seiner umfangreichen Fotosammlung hier unterstützend mithelfen. Gemeinsam wurde ein Bildervortrag mit 77 alten Ablichtungen aus der guten alten Zeit entlang der Wupper erstellt. „Unsere Lieder haben wir entsprechend ausgewählt. Sie passen in die Region und erzählen ebenfalls aus alten Tagen“, sagte Bernhard Nick. Stimmungsvoll läuteten die Sänger die Nostalgiestunde mit „Wir begrüßen das Bergische Land“ und „Heimat“ ein. Später waren „Wir lieben die Stürme“, „Oh, schön ist deine Welt“ und „Das Wandern ist des Müllers Lust“, zu hören. Die Besucher gingen beim mehrstimmigen Gesang richtig mit. Da lag es nahe, auch die Gäste gesanglich einzubinden. Scheinbar dankbar zeigten diese sich und liehen dem Kirchenchor kräftig ihre Stimmen. „Wir lagen vor Madagaskar“ gehörte zum mitreißendem Gesang, wie auch „Hoch auf dem gelben Wagen“.

Chormitglied Ralf Feldhoff überraschte die Gäste mit einigen Solostücken. Mit seiner schönen Bassstimme sang er „Am Brunnen vor dem Tor“ und „Kein schöner Land“. Das Debüt des Kirchenchores Cäcilia war gelungen, die Besucher zeigten mit tosendem Beifall ihre Begeisterung.

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