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Johanniter in Neuss spenden Krankenwagen für die Ukraine

Hilfe in Neuss : Johanniter spenden einen Krankenwagen für die Ukraine

Die Johanniter haben einen Krankentransportwagen für die Ukraine gespendet. Damit eine Kaufurkunde vorliegt, wurde er für den symbolischen Betrag von einem Euro verkauft.

Die Johanniter haben durch die Vermittlung des Bundestagsabgeordneten Hermann Gröhe einen Krankenwagen für die Versorgung der Menschen in der Ukraine gespendet. Die Übergabe fand an der Regionalgeschäftsstelle der Johanniter an der Hellersbergstraße statt. Zum Hintergrund: Der Verein „Schnelle Nothilfe“ aus Neuss suchte einen Krankentransportwagen zur Unterstützung von Menschen in Not in den Krisengebieten der Ukraine. Richard Krings, Regionalvorstand der Johanniter, versprach, in den Reihen des eigenen Verbandes nach einem möglichen Fahrzeug zu suchen, um das zur Verfügung stellen zu können.

Ein Krankenwagen der Johanniter-Unfall-Hilfe des Regionalverbandes Niederrhein, der noch genutzt wird, wurde turnusmäßig gegen ein anderes Fahrzeug ausgetauscht – was sich bestens für die Spende angeboten hat. Da der Krankenwagen allerdings so ohne weiteres nicht verschenkt werden durfte, legte man sich auf einen Kaufpreis von einem Euro fest, damit eine Kaufurkunde vorliegt. Auf Nachfrage teilte sich der Verein „Schnelle Nothilfe“ den Kaufpreis mit Hermann Gröhe.

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Der Ford Transit wurde nochmals in der Werkstatt der Johanniter gründlich gecheckt. Gröhe untermauerte bei der Übergabe die schrecklichen Taten der russischen Streitkräfte in der Ukraine, welche einzig und allein darauf abzielen, die Gesundheits-Infrastruktur vor Ort zu zerschlagen, um somit weitere Gräueltaten zu verrichten.

„Wir sehen die Spende unseres Fahrzeuges als gute Möglichkeit, die Menschen in den Kriegsgebieten der Ukraine schnell und unkompliziert zu unterstützen. Zusätzlich haben wir das Fahrzeug mit vor Ort dringend benötigten Materialien und Ausstattung bestückt,“ so Richard Krings bei der Übergabe. Nachdem der Schlüssel überreicht und kurz die Ausstattung und Beladung des Wagens erläutert wurde, bedankte sich Max Lennertz vom Verein „Schnelle Nothilfe“: „Wir sind uns sicher, dass dieses Fahrzeug noch vielen Menschen in den Krisengebieten eine unfassbare Unterstützung und Hilfe bieten wird.“

Die Johanniter engagieren sich weiterhin für alle Betroffenen oder ankommenden Flüchtenden aus der Ukraine auch am Niederrhein: In den Städten Mönchengladbach oder Krefeld wurden bereits Unterkünfte errichtet, im Katastrophenschutzzentrum der Johanniter in Neuss auch Hygienekits von den Mitarbeitenden gepackt und Materialien organisiert. Weitere Informationen gibt es online.