Beim Rheurdter Martinsmarkt teilte die Initiative ihr Glasfaser-Wissen mit Nachbarn.

Beim Martinsmarkt teilte die Bürgerinitiative ihr Glasfaser-Wissen mit Nachbarn : Rheurdt-Süd sucht Anschluss an die Datenautobahn

Historischer Brauch und Zukunftstechnologie gehen in Rheurdt Hand in Hand: Zwischen 80 und 100 interessierte Anwohner informierten sich im Rahmen des Martinsmarktes am Sonntag über den Anschluss von Rheurdt-Süd an das Glasfasernetz.

„Die Bürgerinitiative stieß mit ihrem Informationsstand auf ein großes Interesse“, sagt Dietmar Rothering, der Projektleiter der Deutschen Glasfaser. Am kommenden Donnerstag, 8. November, um 19 Uhr laden das Unternehmen und die Bürgerinitiative zu einem Informationsabend in die Gaststätte „Zur Post“, Rathausstraße 2.

Bislang reicht der Datenturbo via Lichtwellenleiter vom Oermter Berg aus kommend nur bis zur Pfarrkirche St. Nikolaus. Für die Deutsche Glasfaser: „Rheurdt-Nord“ Dort sind Häuser und Wohnungen in den zurückliegenden zwei Jahren ans schnelle Netz angeschlossen worden. In „Rheurdt-Süd“ kam nicht die nötige Mindestanzahl von Anschlüssen zusammen.

„Es fehlen rund 250 Anschlüsse zu der Quote von 40 Prozent, ab der die Deutsche Glasfaser tätig wird“, sagt Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen. Auch das Rathaus liegt der langsamen Kupfer-Zone; zum Datentransfer in Lichtgeschwindigkeit fehlen 200, vielleicht 250 Meter. Wäre da nicht die Standleitung zum Rechenzentrum des Landes – der Datentransfer tröpfelte in die Amtsstuben der Gemeinde. Beim Projektstart wollten sich in „Rheurdt-Süd“ und im „Heiligen Bruch“ nur gut 16 Prozent der Hausbesitzer eine Glasfaserleitung legen lassen.

Aus Sicht der Deutschen Glasfaser war das zu wenig. Die jetzige Informationsoffensive der Bürgerinitiative ist ein neuer Versuch, doch noch Anschluss an die Datenautobahn zu bekommen. Es sind mehrere Informationsabende geplant.

(dne)