Wie Umweltsünder ihren Dreck in Neukirchen-Vluyn entsorgen

Illegale Müllkippe in Neukirchen-Vluyn : Wie Umweltsünder ihren Dreck im Wald entsorgen

Eigentlich wollte Naturfotograf Martin Lux Bilder vom Herbst im Wald an der Rayener Straße in Neikirchen-Vluyn einfangen. Was er fand waren Bauschrott, Altreifen, Folien und Müllsäcke. Der Umweltsünder wurde ermittelt, trotzdem bleibt der Müll erst mal liegen.

Statt goldener Herbst am Niederrhein – eine illegale Halde: Martin Lux (78) ist begeisterter Fotograf. Zurzeit sind seine Bilder unter anderem im St.-Bernhard-Krankenhaus in Kamp-Lintfort zu sehen oder auch auf diversen Facebook-Seiten. Doch was der Pensionär mit dem besonderen Blick im Wald entlang der Rayener Straße entdeckte, machte ihn regelrecht wütend: „Ausgerechnet mitten in einem Wassereinzugsgebiet hatten unbekannte Umweltfrevler an mindestens sechs verschiedenen Stellen ihren Müll achtlos in die Natur geworfen.“

„Offenbar waren das Handwerker oder Kleinunternehmer“, mutmaßt Lux im Gespräch mit der RP. Denn was da unter los umherflatternden Folie im Unterholz lag, sah aus wie die Reste einer Renovierung: Dämmwolle, ein Speißkübel voller Glasscherben, Styropor. – wie aus einer alten Dämmschicht. Dazu mindestens ein Satz verbrauchte Autoreifen. Martin Lux zückte seine Kamera, um die illegale Müllentsorgung zu dokumentieren. Irgendwer hat sich hier im Vorüberfahren die Kosten für die Gewerbemüllentsorgung gespart – auf Kosten der Natur. „Erst stirbt der Wald und dann der Mensch“, schreibt der 78-Jährige unter seine Bild von der illegalen Müllkippe entlang der Rayener Straße.

Abdeckfolie, ein Kübel mit Scherben. Foto: Martin Lux/Picasa

Für die illegalen Müllhaufen entlang der Rayener Straße ist die Stadt Neukirchen-Vluyn zuständig. Eine Sprecherin der Stadt fragte beim Bauhof nach. Von dort kam eine Bitte zurück an die Bürger: „Bitte melden Sie uns solche Müllfunde. Wir werden sie umgehend beseitigen.“ Der Bauhof verteilt die gemeldeten Schmutz-Flecken an die Straßenwärter. Und die sorgen so rasch wie möglich für Abhilfe.

Ein Satz Reifen wurde mit entsorgt. Foto: Martin Lux/Picasa

Mit einer Einschränkung: Ausgerechnet an der Rayener Straße konnte nach Zeugenhinweisen ein Müll-Verursacher ermittelt werden. Bevor der nun mit den Entsorgungskosten belastet werden könne, müsse ihm die Gelegenheit gegeben werden, den Dreck selber wegzuräumen.

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