Jahrsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Neukirchen-Vluyn

Neukirchen-Vluyn : Eine gut aufgestellte Mannschaft

Bei der Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr Neukirchen-Vluyn zog Wehrleiter Lutz Reimann eine Jahresbilanz. Insgesamt 238 Mal mussten die Einheiten ausrücken. Orkantief Friederike war eine der Ursachen.

Die Vluyner Kulturhalle war am Freitag Treffpunkt für die Freiwillige Feuerwehr Neukirchen-Vluyn. Die Wehrversammlung gab Auskunft über die Einsätze und Fortbildungsaktivitäten des letzten Jahres und beförderte 61 Männer wie Frauen nach 30 erfolgreich absolvierten Lehrgängen. Ein ereignisreiches Jahr, Zeitraum vom 1. November bis 31. Oktober, endet für die vier Löschgruppen. Für Lutz Reimann, Leiter der Feuerwehr, mit Blick auf das Erreichte, auch ein gutes Jahr. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Vier funktionstüchtige Gerätehäuser, die den heutigen Anforderungen des Brandschutzbedarfsplans entsprechen, sorgen für eine gute Motivation bei der Mannschaft“, so Reimann. „Mit 158 Aktiven haben wir den Status eines mittelständischen Betriebes, den es auch von der Stadt zu verwalten gilt“, so Reimann. Wichtig sei daher auch, die Bereitschaft der Arbeitgeber, die Aktiven für den Einsatz freizustellen. 238 Einsätze schlagen zu Buche. Das Orkantief Friederike, mit 70 Kameraden werktags im Einsatz, zählte zu den Herausforderungen für alle Einheiten, wie auch zwei Großbrände.

In der Vluyner Kulturhalle ließ Reimann die Ereignisse des Jahres Revue passieren. Gut aufgestellt sei die 36-köpfige Jugendfeuerwehr, die beim letzten Zeltlager in Wilsum bei den Wettbewerben mit drei ersten Plätzen den Triple holten. Zu den aktuellen Projekten zählt das Überprüfen und Winterfestmachen von 1300 Hydranten. Gut verlaufen sei im Schulzentrum die Probeevakuierung während des Unterrichts. Ein wichtiges Training für die Schuljugend für den Notfall während der derzeit laufenden Umbau- und Sanierungsmaßnahmen.

„Die Freiwillige Feuerwehr ist uns lieb und teuer“, sagte Kurt Best, stellvertretender Bürgermeister. Der ehrenamtliche Dienst an der Allgemeinheit, die professionelle Hilfe für in Not gekommene Menschen, Brandeinsätze, Unglücksfälle und technische Hilfeleistungen stehen im Vordergrund. Die Arbeit der Ehrenamtler koste die Stadt Geld, das in intakte Gerätehäuser, in funktionsfähige und hochwertige Einsatzwagen, die Ausrüstungen und unlängst in neue Uniformen investiert worden sei. „Drei Millionen Euro hat uns das neue Feuerwehrgerätehaus in Neukirchen gekostet. Die vierte Million kommt noch vom Land“, so Best. Alles in allem sei dies eine gute Investition und „die Grundlage für sichere Arbeit“.

Anneke van der Veen, Vorsitzende des Fördervereins, dankte für die Einsätze wie die Vertreter der Politik. „Die Feuerwehr ist ein großes Thema in der Politik“, sagte Elke Buttkereit (SPD) rückblickend über die intensiven Beratungen zum jüngsten Bau des Feuerwehrgerätehauses in Neukirchen. Peter Hericks (CDU): „Wir wissen, was wir an der Freiwilligen Feuerwehr haben.“ Kreisbrandmeister Udo Zurmühlen hob die gute und koordinierte Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und der Verwaltung, vor allem im Einsatz beim Sturm Friederike, hervor.

Geehrt wurden für 25 Jahre Zugehörigkeit Christian Fuchs, Dennie Kessel, Kai Weidmann, Frank Schlüsener. 35 Jahre: Markus Heimberg, Frank Marquardt, Dirk Rösner. 60 Jahre: Heinz Dimmers (Ehrenabteilung.)