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Moers: Junges Schlosstheater sucht Mitwirkende für neues Regielabor

Kultur in Moers : Schlosstheater sucht junge Mitwirkende für Regielabor

Das Regielabor vom Jungen STM gibt jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Regiekonzepte unter realen Bedingungen auszuprobieren. Das erste Projekt „Lieblingslied“ startet Ende Oktober.

Mit Beginn der neuen Spielzeit etabliert das Junge Schlosstheater Moers (STM) ein Regielabor als neue Reihe. Der Krefelder Theaterpädagoge Kilian Seeger will mit Jugendlichen zum Thema Lieblingslied arbeiten. „Pro Spielzeit wollen wir eine Projektidee auf die Bühne bringen“, sagt Kathrin Leneke, Leiterin Junges STM. Im Kern gehe es darum, sich auf der Bühne mit seinem Konzept auszuprobieren. Der Begriff Regielabor passe daher gut, so Leneke.

Der Krefelder Kilian Seeger (25) ist erster Laborant, der mit seinem Theaterkonzept „Lieblingslied“ gemeinsam mit Jugendlichen ab 17 Jahren dazu ein Stück entwickeln will. Dabei lassen sich zentrale Fragen beantworten. Gibt es wirklich das Lieblingslied und was braucht es, um Lieblingslied zu werden? „Echte und fiktive Geschichte aus der Gruppe werden sich zu einer Collage vermischen“, sagt Seeger zum Projekt ‚Recently heard the most‘. „Der rote Faden ist nicht eine Handlung, sondern das Lieblingslied, für das wir eine Fülle an künstlerischen Mitteln nutzen wollen, um es auf der Bühne zu erleben.“

Geschichten, Erinnerungen, Ereignisse und Fiktives ranken sich um ein Lieblingslied, das jeder als seinen persönlichen Schatz hütet. Das Grundkonzept liege vor, wie der 25-Jährige erläutert. Er sucht nun weitere Protagonisten für sein Regielabor. Vorausgesetzt werden weder Erfahrungen im Gesang noch mit Musikinstrumenten. Theatererfahrung wäre schön, sei aber nicht Bedingung. Seeger: „Wichtig ist mir Interesse für das Theater und an einem klassischen Theaterprozess.“

Vier Jugendliche haben sich bereits gemeldet. Maximal zehn können bei diesem Theaterprojekt teilnehmen. Start ist am 25. Oktober mit wöchentlichen, zweistündigen Proben. Die Premiere ist für Januar geplant. „Wir arbeiten und proben im Studio unter Corona-Bedingungen. Ich bin zuversichtlich, unter Berücksichtigung der Regeln wieder ins Tun zu kommen“, betont Leneke.

Der Krefelder Seeger studierte Theaterpädagogik und kennt das Moerser Schlosstheater durch verschiedene Praktikumsaufenthalte und Regie-Assistenzen, beispielsweise „Die Reise nach Brasilien“. Bei der Familienproduktion „Der Bär, der nicht da war“ ist er ebenfalls als Regieassistent zu Gast. Das Stück für Kinder ab fünf Jahren feiert am 29. November Premiere.

Neben seinem Studium arbeitete Seeger als freier Dozent im Theaterpädagogischen Zentrum in Lingen. Seegers aktuelles Projekt „Lieblingslied“ ist Bestandteil seiner Abschlussarbeit. Dabei steht die Analyse vom Einsatz künstlerischer Ausdrucksmitteln der Jugendlichen im Zentrum.

Info Wer Lust auf das neue Regielabor hat, meldet sich bei kathrin.leneke@schlosstheater-moers.de