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Er will Moers mit dem E-Skateboard erobern

Wirtschaft in Moers : Er will Moers mit dem E-Tretroller erobern

Bislang sind Electro-Scooter nicht für die Straße zugelassen. Der Unternehmer Sascha Arndt hofft auf eine für 2019 angekündigte Gesetzesänderung.

Hoverboards lösten als neue Art der Fortbewegung vor rund vier Jahren einen regelrechten Boom aus. Ein chinesischer Professor hatte das Elektro-Skateboard ursprünglich dazu entwickelt, dass Mitarbeiter in großen Lagerhallen schnell von A nach B kommen.

„Im April 2015 entfachte Justin Bieber in Hollywood mit seiner Begeisterung für ein Hoverboard von IO Hawk einen Hype“, sagt Sascha Arndt, Gründer der Moerser Firma IO Hawk-Europe. Kurz zuvor hatte sich der Moerser Geschäftsmann die Patente für Europa gesichert. Seither wurden weltweit rund eine halbe Million Stück verkauft.

„Leider ist das Hoverboard im Moment dabei, zu einem reinen Spielzeug zu werden“, sagt er. So richtig traurig ist Sascha Arndt darüber nicht. Denn die Gunst der Stunde wollte es, dass er rechtzeitig auf ein anderes Produkt gesetzt hat.

„Der Elektroscooter wird ab nächstes Jahr regelrecht durch die Decke gehen“, sagt der gebürtige Bochumer. In Großstädten mit wenig Parkraum und viel Verkehr sei der Elektroroller bereits jetzt die angesagte Alternative.

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Bislang durften die von einem Elektromotor angetriebenen Roller nicht offiziell im Straßenverkehr bewegt werden. Das wird nächstes Jahr anders. Dann nämlich soll ein neues Gesetz in Kraft treten, das es erlaubt, den Elektroroller mit einem Versicherungs-Kennzeichen offiziell zuzulassen

Sascha Arndt und seine acht Mitarbeiter im Gewerbegebiet Hülsdonk bereiten sich auf intensive Monate vor.

Die Sparkasse am Niederrhein unterstützt den Moerser Unternehmer dabei. Vorstand Bernd Zibell und Firmenkundenberaterin Andrea Remarczyk durften beim Besuch im Showroom an der Straße Am Schürmannshütt 40f schon einmal mit dem Roller Probefahren, der in der Spitze 20 Kilometer in der Stunde fährt und eine Reichweite von knapp 30 Kilometern hat.

Sascha Arndt: „Das ist ideal, um von einem Parkplatz schnell in die Stadt zu fahren. Zusammengelegt wiegt der Scooter gut zwölf Kilogramm und lässt sich daher gut mit in Büros nehmen.

Hoverboards bleiben jedoch fester Bestandteil der IO Hawk-Produktpalette. Sascha Arndt war allein in diesem Jahr sieben Mal bei seinen Produzenten in China, um die Fahrzeuge qualitativ weiterzuentwickeln.

Der Elektroscooter wurde länger, damit man bequemer stehen kann. Das elektrische Board wurde geländegängig und zudem produziert IO Hawk nun E-Bikes. Ganz wichtig ist Sascha Arndt, „dass unsere Produkte wirklich sicher sind“. Denn als andere Firmen 2015 mitbekamen, dass sich Hoverboards gut verkaufen ließen, produzierten sie schnell und billig Kopien. „Nicht wenige davon gerieten in Brand, aber unter den weltweit 52 gemeldeten Fällen ist nicht ein einziger IO Hawk“, sagt Sascha Arndt.

(RP)