Kreis Wesel: Mobilitätskonzept - Bürger sollen Stellung nehmen

Kreis Wesel : Mobilitätskonzept: Bürger sollen Stellung nehmen

Gutachter suchen Konzepte – der Kreis ist gefragt.

Die Mobilität im Kreis Wesel soll umweltfreundlich und zukunftsorientiert weiterentwickelt werden. Daher hat der Kreis Wesel das Büro für Verkehrs- und Stadtplanung BVS Rödel & Pachan aus Kamp-Lintfort damit beauftragt, ein neues Mobilitätskonzept zu entwickeln. Dabei soll einerseits der Pkw-Verkehr langfristig reduziert, und andererseits der öffentliche Verkehr mit Bahn und Bus sowie der Radverkehr gefördert werden. Besonderes Augenmerk soll dabei auf den sich verändernden Bedürfnissen und Anforderungen der Bevölkerung an die Mobilität liegen. Das hat nun der Kreis mitgeteilt. Die Bürger sind nun gefragt, sich bis Ende Januar an einer Umfrage zu beteiligen.

Das Thema Mobilität ist im Kreis Wesel seit Jahren in der Diskussion. Die Angebote im Öffentlichen Personennahverkehr werden immer weiter zurückgefahren, viele Linien sind nicht ausreichend ausgelastet. In Wesel beispielsweise sind die Angebote im ÖPNV am Wochenende deutlich zurückgefahren worden. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp (SPD) hatte deshalb schon gemahnt, dass am Wochenende einige Stadtteile komplett abgehangen würden, die Innenstadt nicht mehr erreichten. Parallel dazu steigt aber die Belastung durch Autoverkehr – und auch der Faktor Radfahren gewinnt an Bedeutung.

Die Fragen: Wie soll sich der ÖPNV auf veränderte Bedürfnisse einstellen? Welche Verkehrsmittel werden wichtiger?

Wichtige Aspekte seien in diesem Zusammenhang der Wandel zu einem multimodalen Verkehrsverhalten, dass heißt zur Nutzung einer Kombination unterschiedlicher Verkehrsmittel durch einzelne Personen an verschiedenen Tagen, die Elektromobilität sowie Car- und BikeSharing, teilte der Kreis Wesel mit. Besondere Arbeitsschwerpunkte sind der regionale Radverkehr sowie die sinnvolle Verknüpfung aller Verkehrsarten. Denn: Ziel des Mobilitätskonzeptes sei es, eine nachhaltige und attraktive Mobilitätsentwicklung im Kreis Wesel zu fördern und dabei Maßnahmen zu ergreifen, die den Verkehr positiv beeinflussen und die Straßen entlasten.

Bei den regionalen Radverkehrsplanungen geht es sowohl um kleinräumige als auch um großräumige Vernetzungen. Das künftige Radverkehrsnetz soll alle wichtigen Quellen und Ziele verknüpfen und sie zügig, komfortabel und sicher miteinander verbinden. Darüber hinaus werden infrastrukturelle Maßnahmen wie Verknüpfungspunkte und Mobilstationen mit sicheren Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geplant.

Um das Mobilitätskonzept auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bittet Ansgar Müller, Landrat des Kreises Wesel, nun die Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet um ihre Unterstützung. „Das Mobilitätskonzept ist für unsere Bürgerinnen und Bürger. Daher ist es nur zielführend und förderlich, wenn wir sie bei seiner Erstellung auch mit einbeziehen“, so der Landrat. „Ihre Meinung ist uns wichtig! Deshalb sind Sie herzlich eingeladen uns mitzuteilen, wo Sie Handlungsbedarf sehen und wo vielleicht bereits gute Voraussetzungen und Strukturen bestehen. Die Kreisverwaltung Wesel freut sich auf zahlreiche Rückmeldungen.“

Info: Die Onlinebefragung ist jetzt gestartet und ist ab sofort zu finden auf der Internetseite des Kreises Wesel unter www.kreis-wesel.de. Bis Ende Januar 2019 werden dort Hinweise und Anregungen zur Mobilität im Kreis Wesel gesammelt. Auf Anfrage wird der Fragebogen auch in Papierform zur Verfügung gestellt. Die Teilnahme an der Befragung ist anonym.

(RP)