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Moers: Baum für Menschenrechte

Eine neue Pflanzung für Moers : Ginkgo-Baum für Menschenrechte

Amnesty International und „Erinnern für die Zukunft“ haben einen Baum gespendet.

Am 10. Dezember feierten die Menschenrechte ihren 70. Geburtstag. Ein wichtiger Tag, den die Mitglieder der Moerser Amnesty-International-Gruppe und des Vereins Erinnern für die Zukunft mit einem besonderen Symbol feiern wollten. Dem Beispiel der Stadt Nürnberg folgend, wurde ein Baum für Menschenrechte gepflanzt, der nun auf der Grünanlage neben der der Eissporthalle zu finden ist.

„Es handelt sich hier um einen Ginkgo, der in Japan für Frieden und Menschenrechte steht“, erklärte Ute Hofmann von Amnesty Internationa. „Es gibt einen Ginkgo-Baum mitten im Hiroshima-Memorial-Park. Beim Bombenabwurf am 6. August 1945 ist dieser regelrecht verbrannt. Doch ein Jahr später wuchs aus seinem Wurzelstock ein Keim und ist wieder zu einem Baum herangewachsen. Als Mahnmal steht nun dort dieser „Veteran“ und soll an Frieden und Vernunft erinnern.“

Bürgermeister Christoph Fleischhauer war bei der Pflanzung des Menschrechts-Baums zugegen und freute sich über den Moerser Zuwachs. „Wenn Nürnberg schon Bäume für jeden Artikel der Menschrechte hat, können wir gerne nachziehen. Hier ist noch viel Platz. Bäume als langlebige und lebendige Erinnerung an Geschehnisse und Verbindungen sind für mich etwas ganz Besonderes.“

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Trotz des verregneten Nachmittags waren einige Interessierte der Einladung gefolgt und lauschten den Worten der Redner, darunter Bernhard Schmidt vom Verein „Erinnern für die Zukunft“. Er forderte die Moerser auf, aktiv zu sein.

Als vor 70 Jahren die Staatengemeinschaft zusammenkam, formulierten sie, mit den Geschehnissen des Zweiten Weltkrieges im Hinterkopf, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Ihre Spielregeln für ein friedliches Zusammenleben der verschiedensten Völker, Hautfarben und Religionen sollen dazu beitragen, dass sich Gräueltaten wie die der NS-Zeit nicht wiederholen.