American Football: Mavericks vor mittelgroßem Umbruch

American Football: Mavericks vor mittelgroßem Umbruch

American Football Es wird eine stattliche Rechnung heute Abend zusammen kommen. 50 Spieler, ein Dutzend Trainer und noch mehr Helfer gehen Essen. Es ist der Tross der Mavericks, für die die Saison nach der Halbfinal-Niederlage bei den Schwäbisch Hall Unicorns vorbei ist. Ein schmerzliches, aber verdientes Ende – Hall war schlicht zu stark. So wird das Abendmahl für einige Leute heute das Abschiedsessen. Die Mavericks stehen vor einem mittelgroßen Umbruch.

Gerüchte über Finanz-Probleme

Sportdirektor Maroan Wahab hat seinen Abschied von den Stieren bereits verkündet. "Ich kann aus persönlichen Gründen nicht weiter machen. Die ehrenamtliche Arbeit nimmt zu viel Zeit in Anspruch", erklärt Wahab seinen Schritt. Nach derzeitigem Stand wird wohl Headcoach Walter Rohlfing Wahabs Aufgaben übernehmen. Die Planungen für die kommende Spielzeit beginnen in einigen Wochen.

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Genauer gesagt: Sie beginnen am 8. Oktober. An diesem Samstag steigt in Magdeburg der German Bowl, das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft zwischen Schwäbisch Hall und den Kiel Baltic Hurricanes. Die Mavericks sind nur als Zuschauer dabei. Teilnehmen werden sie an der Versammlung der Bundesligisten, die am Rande des German Bowls steigt. Dann werden den Vereinen auch die Lizenzunterlagen für die kommende Spielzeit überreicht. Und dann beginnt die Suche nach Geldgebern, um den Etat für die kommende Spielzeit zu stemmen. Allein an Lizenzgebühren müssen 20 000 Euro hinterlegt werden. Eine Saison in der German Football League (GFL) kann schon mal mehrere hunderttausend Euro kosten. Die Mavericks rechneten für diese Spielzeit mit einem Etat von rund 250 000 Euro. Derzeit kursieren in der Football-Szene Gerüchte, nach denen sich die Mavericks mit der erfolgreichen Saison finanziell ein wenig überhoben haben könnten. Die Mavericks haben diese Gerüchte bislang unkommentiert gelassen, und Präsident Andreas Brangenberg war gestern ebenfalls nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen. Ein Insider erklärte allerdings, er gehe davon aus, dass alle Rechnungen zum jetzigen Zeitpunkt bezahlt seien.

Klar ist, dass die US-Amerikaner Colin Clancy (Quarterback), John McCardle und Rodney Kinlaw (beide Runningbacks) 2012 wohl nicht zurückkehren werden. Linebacker Adam Goloboski (USA) liebäugelt mit einem Wechsel nach Italien, und der im Halbfinale so schmerzlich vermisste Londen Fryar (früher New York Jets) versucht, in der nordamerikanischen Profiliga NFL Fuß zu fassen. Der Umbruch zieht sich auch bis in die Führungsspitze. Nach RP-Informationen wird Präsident Andreas Brangenberg wohl nicht mehr für das Amt kandidieren. Die Mitgliederversammlung müsste demnach am 14. Oktober einen neuen Vorstand wählen. Brangenberg war gestern zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen.

(angr)
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