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American Football: Mavericks: Aus der Traum

American Football : Mavericks: Aus der Traum

American Football Als alles vorbei war, waren sie sogar ein wenig dankbar. Gut, dass ein Spiel zu Ende war, in dem die Mavericks ihre Grenzen aufgezeigt bekamen. Als Aufsteiger, auch mächtig aufgerüstet mit Fachkräften aus den USA und der früheren NFL Europe, stürmt man nicht einfach so ins Endspiel der Deutschen Meisterschaft, in den German Bowl. Die historische Saison der Gladbacher endete mit einem verdienten 21:47 bei den Schwäbisch Hall Unicorns mit einer Wucht, als wäre der Mannschaftsbus gegen eine Wand gefahren. Die Gladbacher waren zu keinem Zeitpunkt gleichwertig. "Wir sind früh eingebrochen", sagte Sportdirektor Maroan Wahab, für den das Halbfinale das letzte Spiel war: Der gedankliche Vater des Durchmarsches von der Oberliga bis in die Play-offs hört auf.

Sicherlich mussten die Mavericks ohne Defense Back Londen Fryar, Passempfänger Chris Lohmar und Runningback Rodney Kinlaw auskommen. "Auch auch mit ihnen wäre das sehr schwer geworden", erkannte Wahab aber an. Schwäbisch Hall bot nicht nur eine exzellente Defensive auf, die nur schwer zu überwinden war, sondern auch noch eine Offensive der Extraklasse, in der Quarterback Aaron Boehme die Fäden zog. Zum 41:14 von Jonathan Ziegler spielte der einen Pass über 98 Yards. Die Gladbacher hatten es wesentlich schwerer.

Nach dem 0:6 gelang Adam Goloboski die einzige Führung der Mavericks: Der US-Amerikaner fing einen Fumble (Ballverlust) und trug ihn über 60 Yards in die Endzone. Aber noch im zweiten Viertel gelangen den Gastgebern drei Touchdowns, einer davon bei einem Punt Return. Erst nach der Pause kam auch Runningback John McCardle in seinem wohl letzten Spiel in Deutschland zum Zug. McCardle gelangen noch zwei Touchdowns. Doch die hatten am Ende nur statistischen Wert. Beim Stand von 14:34 nämlich erkannten die Schiedsrichter zwei eigentlich gültige Touchdown-Versuche der Gladbacher von der 1-Yard-Linie aus nicht an. Als das Angriffsrecht wechselte, warf Boehme genau von dort seinen Traumpass zur Entscheidung. Mit McCardle als Passempfänger und Fabian Schron als Quarterback versuchte Headcoach Walter Rohlfing noch einmal alles, nur reichte es nicht mehr. Der Traum von der ersten Teilnahme am German Bowl ist ausgeträumt. "Ein Halbfinale zu verlieren ist schlimmer als ein Endspiel", sagte Wahab, der das selbst zwei Mal erlebt hat. "Das tut mir einfach leid für die Jungs."

Punkte: 6:0, 6:7 Touchdown Goloboski (Zusatzpunkt Lange), 14:7, 21:7, 28:7, 28:14 Touchdown McCardle (Zusatzpunkt Lange), 34:14, 41:14, 47:14, 47:21 Touchdown McCardle (Zusatzpunkt Lange)

(angr)