Hockey : Gladbacher Glanzstück

Der GHTC zeigte einen Tag nach dem 4:2 gegen Rissen beim 6:1 gegen den Tabellenführer Großflottbek seine beste Saisonleistung. Der RSV verlor dagegen beide Spiele, vor allem das 2:3 gegen den Spitzenreiter war bitter.

Hockey Sven Alex stand dort, wo ein Torjäger stehen sollte. Zweimal rollte der Ball an Freund und Feind vorbei durch den Schusskreis des Großflottbeker THGC. Und beide Male war der Stürmer des Gladbacher HTC zur Stelle und drückte den Ball am zweiten Pfosten über die Torlinie. "Da war sicher auch ein bisschen Glück dabei", sagte Alex bescheiden, obwohl er allen Grund zur Freude hatte.

Zwei Doppelpacks in Folge

Mit seinem Doppelpack trug er zum herausragenden 6:1 (2:0)-Erfolg des GHTC über den Tabellenführer bei, nachdem er bereits am Vortag beim 4:2 (3:0)-Sieg gegen den Rissener SV doppelt getroffen hatte. "Es läuft richtig gut für mich. Aber es war auch einfach, sich in diese tolle Truppe zu integrieren", sagte der Zugang vom DHC Hannover, der nach fünf Spielen schon sieben Tore auf seinem Konto hat. Gegen Flottbek eröffnete der 18-Jährige in der 26. Minute den Torreigen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Gladbach bereits die Partie klar unter Kontrolle. Mit einer geschickten Raumdeckung ließ der Gastgeber den Spitzenreiter nicht zur Entfaltung kommen. "Heute hat alles gepasst, die Mannschaft hat sämtliche Vorgaben umgesetzt", lobte Trainer Jan Klatt. Das 2:0 durch Florian Adrians mit dem Pausenpfiff gab zusätzliche Sicherheit. Doch auch nach den schnellen Treffern zum 3:0 und 4:0 durch Alex und Mats Grambusch ließ der GHTC nicht nach, erhöhte dank Grambusch und Adrians gar auf 6:0.

  • Lokalsport : Hockey-Herren des GHTC müssen Aufstiegstraum begraben
  • Hockey : Hockey-Herren aus Viersen feiern Sieg gegen den GHTC
  • GHTC-Trainer Marcus Reifenberg glaubt, dass sein
    Hockey : GHTC-Hockeyabteilung geht auf Fehlersuche

Im Gegensatz zum 4:2 gegen Rissen leistete sich das Team im Spitzenspiel keinen Spannungsabfall. "Es war wichtig, nach der Niederlage in Kahlenberg zurückzukommen", sagte Trainer André Schiefer. Sein Trainerkollege in Rheydt, Aditya Pasarakonda, hatte dagegen ein weitaus enttäuschenderes Zweitliga-Wochenende. Der Rheydter Spielverein verlor nach großem Kampf dem Großflottbeker THGC 2:3 (1:2), kassierte am Tag darauf allerdings eine deftige 4:7 (1:3)-Niederlage gegen Rissen. "Man muss klar sehen, dass unser Gegner heute rund 20 Jahre Erfahrung in der Bundesliga mehr hat. Zudem war Rissen über die gesamte Spielzeit kampfstark", sagte Pasarakonda.

Sein Team lag immer zurück, hatte aber mehrmals die Chance, ins Spiel zurückzufinden. So traf Matthias Gräber zum 1:1, zum 2:3 und zum 3:5. Sein viertes Tor zum Endstand war nur noch Ergebniskosmetik. Doch durch die Fehler in der Abwehrarbeit brachte sich der RSV immer wieder selbst um eine mögliche Aufholjagd. Eine solche war gegen Flottbek zunächst noch von Erfolg gekrönt. Gräber und Richard Bain glichen einen 0:2-Rückstand aus. Doch nach dem 2:2 in der 65. Minute fiel postwendend der Siegtreffer der Gäste. "Es war eine sehr bittere Niederlage", sagte Pasarakonda, dessen Team Letzter bleibt.

(RP)