Hockey : Wo führt der Weg hin?

Es sind die ersten Heimspiele der Saison, und doch haben sie für den GHTC und den RSV bereits richtungweisenden Charakter. Gladbach kann oben dran bleiben, Rheydt möchte sein erstes Erfolgserlebnis haben.

Hockey Es war ein kleiner Rückschlag, auf den sie beim Gladbacher HTC gerne verzichtet hätten. "Das 2:3 in Kahlenberg war sehr ärgerlich, weil sie völlig unnötig war. Fast alle – da schließe ich uns Trainer ein – haben ihr Potenzial nicht ausgeschöpft. Doch das ist aufgearbeitet", sagt Jan Klatt. Die volle Konzentration gilt den ersten Heimspielen der Saison. Das Doppelwochenende gegen den Rissener SV und den Großflottbeker THGC kann richtungweisenden Charakter für die gesamte Saison haben. Das gilt sowohl für den GHTC als auch für den Rheydter Spielverein, der das gleiche Programm in der Zweiten Bundesliga hat.

Zunächst zählt nur Rissen

"Das Spiel gegen Großflottbek wird zeigen, wie weit es in dieser Saison für uns nach oben gehen kann. Aber zunächst zählt einzig und allein das Spiel gegen Rissen", betont Klatt. Vor dem Duell mit dem souveränen Tabellenführer wartet schließlich noch eine unangenehme Aufgabe auf die Gladbacher. "Rissen hat eine erfahrene Mannschaft. Wir müssen mit vollem Einsatz und Leidenschaft in dieses Spiel gehen", sagt Klatt.

  • Lokalsport : Zwei entscheidende Spiele für den GHTC
  • Lokalsport : Hockey-Herren des GHTC müssen Aufstiegstraum begraben
  • Hockey : Hockey-Herren aus Viersen feiern Sieg gegen den GHTC

Personell sieht es beim GHTC gut aus, einzig Mats Grambusch (Muskulatur) und Uli Klaus (Achillessehne) klagen noch über leichte Beschwerden. Achillessehnen-Probleme sind es auch, die Martin Korres daran hindern, derzeit für den RSV aufzulaufen. Insofern ist Rheydts Trainer Aditya Pasarakonda doppelt froh, dass Richard Bain und George Connell mittlerweile wieder einsatzbereit sind. Denn am Wochenende möchte das Tabellenschlusslicht endlich seine ersten Punkte holen. Und dabei denkt Pasarakonda nicht nur an das Spiel gegen den direkten Konkurrenten aus Rissen. "Wir wollen uns auch gegen Großflottbek von der besten Seite präsentieren, zumal es für uns das erste Heimspiel der Saison ist."

Dass der Saisonstart mit drei Niederlagen für alle Beteiligten ernüchternd war und seine Mannschaft bereits unter einem gewissen Druck steht, bestreitet er nicht. "Wir sind uns der Tabellensituation bewusst. Auf der anderen Seite haben wir noch sechs Spiele bis zur Pause und dann noch eine komplette Rückrunde", sagt Pasarakonda. Doch spätestens am Sonntag soll es das erste Erfolgserlebnis am Gerstacker geben.

Dieses Erfolgserlebnis feierten die Damen des GHTC letzten Sonntag mit dem ersten Sieg in der Regionalliga. "Das war ungemein wichtig. Der Sieg hat der Mannschaft gezeigt, dass es geht, wenn sich alle zu 100 Prozent reinhängen", sagt Co-Trainer Achim Krauß, der diesen Einsatz nun auch im Heimspiel gegen den DSD Düsseldorf sehen möchte. "Das Niveau ist sehr ausgeglichen, es wird viele enge Spiele geben. Insofern kann die richtige Einstellung den Unterschied ausmachen", sagt Krauß. Dabei müssen er und Cheftrainer Oliver Kurtz mit einer unverändert dünnen Kaderdecke auskommen. Rieke Horn fehlt dem Team zwei Wochen, dafür ist Lena Funken wieder dabei.

(RP)