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Boxen: Ina Menzer: Wadenschläge vom Trainer

Boxen : Ina Menzer: Wadenschläge vom Trainer

Nach ihrem Comeback-Kampf sprach RP-Mitarbeiter Sascha Köppen mit Ina Menzer. Die Boxerin spricht über den Kampf, das Gefühl dabei und ihre freche Gegnerin Ela Nunez, die ihr bei jedem Treffer die Zunge rausstreckte.

Sie sind bei Ihrer Rückkehr in den Ring ganz gut zurecht gekommen, aber in den ersten Runden hat es von außen so gewirkt, als mussten Sie sich erst wieder ein wenig an die Situation gewöhnen.

Menzer Die ersten Runden gingen schon einigermaßen, aber die Aufwärmphase in der Kabine war schlimm, das ging gar nicht. Ich habe meinen Trainer Michael Timm gebeten, mir eine herunter zu hauen. Ich war viel zu unbeweglich. Er hat mir dann eine Minute lang auf die Waden geschlagen. Richtig wach bin ich erst geworden, als ich in der ersten Runde einen Treffer kassiert habe. Das war aber auch der einzige, den ich gespürt habe.

Wenn Sie Ihre Gegnerin Ela Nunez getroffen haben, hat die Ihnen immer die Zunge heraus gestreckt.

Menzer Nicht nur das, sie hat auch die ganze Zeit geschimpft. Aber ich habe mich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen. Nur einmal habe ich die Arme in die Luft gestreckt, aber das Publikum hat sich dabei zumindest gut amüsiert.

Geplant waren zunächst nur sechs Runden. Wann fiel die Entscheidung, doch über acht Runden zu gehen?

Menzer Das Management wollte das so, mir hätten auch sechs gereicht. Aber am Ende war es völlig in Ordnung. Die Beinarbeit war gut, und ich hätte körperlich sicher auch gleich wieder über zehn Runden gehen können.

Wie zufrieden sind Sie denn insgesamt mit Ihrer Rückkehr und wie ist der aktuelle Stand der Dinge, wie es jetzt weiter gehen soll?

Menzer Direkt nach dem Kampf war ich nicht so zufrieden. Aber wir haben den Kampf gestern noch analysiert, und nachdem ich dann ein Drittel der Nacht geschlafen habe, sehe ich alles schon wieder etwas positiver. Vor dem Kampf wollte ich nicht über die Zukunft reden, wir werden das jetzt in den nächsten zwei Wochen besprechen.

Sie haben für das Fernsehen gestern ihren Kollegen Rachim Chakhiev übersetzt. Wollten die Sie gleich da behalten?

Menzer Ja, mit Russisch kann man natürlich beim Boxen viel machen, und das beherrscht auch keiner der Moderatoren. Ich hatte schon den Eindruck, dass ich nicht arbeitslos bin, wenn ich mal aufhöre (lacht).

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(kpn)