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Mönchengladbach: Udo Witt gibt zum Abschied ein Konzert

Abschiedskonzert in Mönchengladbach : Udo Witt reicht seinen Dirigentenstab weiter

Nach 20 Jahren als Kantor der evangelischen Kirchengemeinde Rheydt verabschiedete sich der Kirchenmusikdirektor mit einem festlichen Chor-und Orchesterkonzert.

Am 30. November 2002 hob Udo Witt als frisch gewählter Kantor zum ersten Mal in der evangelischen Hauptkirche Rheydt den Taktstock für das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Nach diesem Beginn kamen in den kommenden 20 Jahren an die 40 Aufführungen hinzu – von den Passionen Johann Sebastian Bachs über die Requiemvertonungen von Mozart, Brahms und Verdi, dem „Elias“ und dem „Paulus“ von Mendelssohn und Haydns „Schöpfung“ bis zum „Dresdner Requiem“ von Rudolf Mauersberger.

Nun beendete Witt sein Wirken, bei dem die gottesdienstliche Arbeit für ihn einen ebenso hohen Stellenwert hatte wie die konzertante. Für seinen Abschied hat er sich den „Lobgesang“ von Felix Mendelssohn Bartholdy ausgesucht, dessen Kernaussage „Alles was Odem hat, lobe den Herrn“ die Einstellung des Kantors zu seiner Arbeit widerspiegelt. Rund 500 Besucher waren in die Hauptkirche gekommen – sie erlebten ein Gotteslob, das von der mit intonationssicherer Klangschönheit sich präsentierenden Kantorei ebenso getragen wurde wie von dem „Orchester der Hauptkirchenkonzerte“.

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Es zeichnete sich aus durch homogene Streicherpassagen und edle Holzbläsersoli. Von Witt locker, doch sehr präzise geführt, war stets Mendelssohn-gemäßes, klanggesättigtes Musizieren gegeben. Dazu trugen auch maßgeblich die drei Solisten bei – Annabelle Heinen, Sopran, Sylvia Irmen, Mezzosopran und Wolfgang Klose, Tenor. Solistische Höhepunkte waren die beiden Duette – wobei sich einmal der angenehm lyrisch timbrierte Tenor und einmal der substanzreiche, makellos geführte Mezzo vorbildlich mit dem klaren, höhensicheren Sopran verbanden.

Als dann Annabelle Heinen auf der Empore mit ihrer strahlkräftigen Stimme verkündete „die Nacht ist vergangen“ und die Kantorei mit blühendem Chorklang antwortete, ließ das niemanden unberührt. Am Schluss kannte der Jubel keine Grenzen, und Udo Witt überreichte seinem Nachfolger Pascal Salzmann den Dirigentenstab.